Fastenzeit

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Seit Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. 40 Tage des Verzichts, die auf christlichen Ursprung zurückgehen. Heutzutage scheint es so, dass dieser Impuls in dieser Zeit zu Fasten zwar aufgegriffen wird, in den meisten Fällen aber nicht aufgrund der eigentlichen, christlichen Bedeutung.

Doch was ist die eigentliche, christliche Bedeutung des Fastens? Einfach nur Verzicht und Besinnung auf uns selbst? Dazu hier mehr. Zunächst stelle ich euch ein Video eines katholischen Mitchristen vor, der den Sinn und die Bedeutung der Fastenzeit aus der (ursprünglich) katholischen Sicht erläutert. Dann versuche ich darzustellen, welchen Sinn ich als leidenschaftlicher (nicht katholischer) Christ dahinter sehe.

Hier also erst einmal das Video aus katholischer Sicht:

(Erst wenn sie das Video anklicken, wird es von youtube geladen und Daten werden gesendet. Mit dem anklicken des Videos, stimmen sie dem zu. Dazu die Datenschutzerklärung von Google)

Nun, diese Besinnung auf unsere Sündhaftigkeit und auf Buße ist dann schon etwas ganz anders, als etwas mehr Achtsamkeit und Selbstbesinnung oder gar ein reines Fasten zur körperlichen Wellness.
Ich finde, man kann aus dieser Erläuterung gute Impulse mitnehmen. Würde ich jetzt hier stehen bleiben, wäre ich kaum Derjenige, der ich bin 😉

Nach meinem Verständnis geht es bei uns Christen um einen anderen, wesentlicheren Aspekt beim Fasten. Buße und Besinnung sind gut. Das will ich nicht infrage stellen. Doch eigentlich sind das Randaspekte von dem, um das es wirklich geht.
Ich halte es für wesentlicher in Fastenzeiten nicht einfach auf etwas zu verzichten, was auch gut ist. Sondern zu Fasten um sich mehr Zeit für Begegnungen mit Gott zu nehmen. Verzicht also weniger um des Verzichts willen. Sondern um etwas mehr zu gewinnen.
In der Begegnung mit und der Besinnung auf Gott geht es darum, Gott und uns in unserer Beziehung zu Ihm tiefer oder auch wieder neu zu erfahren. Dabei wird uns unzweifelhaft auch unsere Sündhaftigkeit, unsere Fehlbarkeit in Bezug auf Gottes Heiligkeit begegnen. Doch Buße ist hier ein Akt der Freude. Denn Buße bedeutet wieder in ungehinderter Gemeinschaft mit Gott einzutreten. Nicht unsere Fehlbarkeit ist der Fokus, sondern Gottes barmherzige, gnadenvolle Zuwendung zu uns in seiner unvergleichlichen Liebe. Wenn Buße nicht zu dieser Freude führt, hast du irgendwo eine falsche Abzweigung genommen.

Eine solche Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, bei der Gott mit dir Aspekte deines Lebens vertiefen kann. Es ist eine Zeit des intensiveren Austauschs zwischen dir und Gott. Vergleichbar mit besonderen Zeiten, die man mit dem Partner und / oder mit seinen Kindern, Eltern, Freunden verbringt. Wertvolle Zeiten, in denen man die Beziehung vertiefen kann. Zeiten, die Lust machen und keinen Frust.

Also in dem Sinne wünsche ich eine besinnliche und fröhliche Fastenzeit.

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