Gott – von Ferdinand von Schirach

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Todesspritze
© public domain / Reimund Bertrams by pixabay

Am gestrigen Montag übertrug das Erste die Filmfassung des Bühnenstücks „Gott“ von Ferdinand von Schirach. Der Inhalt kurz zusammengefasst:
„Der Deutsche Ethikrat tagt in einer Sondersitzung. Richard Gärtner (78) hat beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital beantragt. Er möchte nach dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben.  Das Bundesinstitut verweigert ihm das Medikament, ebenso verweigert seine Hausärztin eine Mithilfe an seinem Suizid. Er hat Hilfe durch einen Anwalt in Anspruch genommen. Es werden Beiträge der Hausärztin, einer Verfassungsrechtlerin, eines Ärztekammerchef und eines katholischer Bischofs, sowie die Ausführungen des Anwalts von R. Gärtner angehört.“
Die Zuschauer der Sendung konnten noch während der laufenden Sendung mittels verschiedener Wege darüber abstimmen, ob dem Antragsteller das Medikament gegeben werden solle oder nicht.

Hier mein kurzer Kommentar (welcher seltsamerweise auf PRO vorübergehend als Spam markiert wurde?): „Gott – von Ferdinand von Schirach“ weiterlesen

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Advent: Der Fall Bethlehem im Verhör

Lesezeit: < 1 Minute

Zum Advent bietet sich ein alternativer Adventskalender an: „Weihnachtsfestnahme“ 24 Verhörvideos mit den Protagonisten der biblischen Weihnachtsgeschichte in die heutige Zeit transportiert. Start natürlich ab 01.Dezember 2020

Ladet auch andere ein, diesen Adventskalender zu besuchen.

Hier der Trailer für einen ersten Eindruck:


(Erst wenn sie das Video anklicken, wird es von youtube geladen und Daten werden gesendet. Mit dem anklicken des Videos, stimmen sie dem zu. Dazu die Datenschutzerklärung von Google)

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Theodizee-Frage? Eigentlich nicht so schwer zu beantworten

Lesezeit: 6 Minuten
Krise vs Glaube
© Charly Lücker

Immer wieder begegnet einem die berühmte Theodizee-Frage: die Frage, wie ein Gott oder Christus das Leiden unter der Voraussetzung zulassen kann, dass Er doch die Allmacht und den Willen besitze, das Leiden zu verhindern.
Daran kommt man als Christ kaum vorbei. Und so mancher vermutet darin die eine Frage, die in sich die Kraft besäße den Glauben an den Gott der Bibel zu zerstören. Doch weit gefehlt! Die Frage ist nicht das Problem, sondern die Unfähigkeit so vieler, diese zu beantworten. Dabei ist das nun wirklich nicht so schwer.

Erstes Problem: Die Frage ist schon falsch gestellt.
Die Frage basiert auf einem fundamentalen Irrtum: Dass das Böse von Gott geschaffen und dass das Leid unbedingt zu vermeiden sei.
Ich halte es nicht für richtig anzunehmen, „Theodizee-Frage? Eigentlich nicht so schwer zu beantworten“ weiterlesen

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Ihr aber, für wen haltet ihr mich? (Mt 16,15)

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Jesus Christus
© Public Domain

Hier ein Zitat eins katholischen Bruders aus seiner Predigt, welches ich bemerkenswert finde:

„Wer ist der Jesus? Wer Jesus begegnet, bekommt es mit Gott zu tun. Mit einem Gott, der nach dem Menschen fragt und der in Jesus den Staub des Wanderers auf seinen Füßen spürt. Ein Gott, der mitgeht und nicht Ratschläge von oben erteilt. Ein Gott, dessen Lebensprogramm Liebe ist.“

Alois Schwarz Predigt vom Sonntagsgottesdienst aus der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl in Niederösterreich am 22.08.2020 Übertragen im ZDF

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Abgedriftet

Lesezeit: 2 Minuten
Christ mit Teufel im Nacken
© public domain

(update) In diesen Zeiten bekommt man leicht den Eindruck, dass selbst intelligent erscheinende Mitmenschen nicht davor gefeit sind, in abstruse Überzeugungen abzudriften. Das nimmt auch uns Christen leider nicht aus. Es ist geradezu erschreckend, wieviele Christen sich in diversen Verschwörungstheorien, sowie in rechten, bis hin zu rechtsextremen Gedankengebilden verlaufen.
Richard Schutty
So habe ich vor zwei Tagen das neuste Video eines Christen gesehen, mit dem ich einige Zeit auf der Ebene der Hausgemeinden / Einfache Gemeinde zusammengearbeitet habe. Immer noch wird sein Name mit meinem in der Internetsuche verknüpft. Darin ist ein Vortrag / eine Predigt zu sehen, den er in einem Haustreffen gehalten hat. Hier outet er sich eindeutig als Verschwörungstheoretiker mit Tendenzen zum Reichsbürgertum. Bedenkt man, dass er zuvor durch seine sehr fundierten Lehren heraus stach, „Abgedriftet“ weiterlesen

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Sinn und Unsinn von Wörtervernichtungen

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Gedächtnis löschen
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Böse Wörter überall – so kommt es einen zur Zeit wieder vor. Deshalb müssen sie aus dem Sprachgebrauch gelöscht werden – meinen viele, die die Welt tatsächlich verbessern wollen.

Im Moment ist das böse Wort „Rasse“ dran. Es soll möglichst aus allem gelöscht werden, wo es sich auf Menschen bezieht. Aus dem Grundgesetz der BRD soll es weg, wo das Ersetzen Sinn machen würde. Jetzt wurde es auch in diversen alten Texten (teils historischen) gefunden, so wie z.B. auch in Kirchenliedern und soll weg weg weg …..
Eine Welle bricht gerade über uns herein, wo alles entfernt werden soll, was irgendjemand irgendwie womöglich eventuell verletzen oder auch nur ein wenig irritieren könnte. Nun stehen wir nicht nur vor der Herausforderung unsere Sprache mit „Gendersternchen“ etcpp. zu vergewaltigen. Nein, jetzt muss auch noch Sprache verstümmelt und zensiert werden.

Macht das Sinn? Wird sich dadurch „Sinn und Unsinn von Wörtervernichtungen“ weiterlesen

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Diktatorische Tolleranz

Lesezeit: 3 Minuten
Toleranz
© Publik Domain

(Bevor Jemand fragt: Nein, ich habe Tolleranz in der Überschrift nicht falsch geschrieben, weil …)
Die (westliche) Welt ist in Aufruhr. Diesmal nicht wegen Corona, sondern es geht um Rassismus in Amerika und um Ähnliches auch woanders. Ich brauche es eigentlich nicht ausführen, was geschehen ist. Das eigentlich Verwunderliche ist für mich, warum gerade jetzt der gewaltsame Tod des Afroamerikaner George Perry Floyd diese (West-)weltweiten Proteste ausgelöst haben. Er ist selbst in diesem Jahr 2020 nicht der erste Afroamerikaner, der in Amerika durch (weiße) Polizeigewalt getötet wurde. Aber das mag an anderer Stelle diskutiert werden. Mir geht es jetzt eher um die nun auftauchende „Scheintolleranzheiligkeit“, mit der wir konfrontiert werden. Eine Toleranz, die selbst diktatorisch auftritt und damit zur Tolleranz geworden ist. Ein schieres Tollhaus …

Es geht mir hier um das Beispiel von HBO und den Film: „Vom Winde verweht“. Der „letzte Tropfen“, der meinen Kommentar hier ausgelöst hat, ist ein Interview mit der in Berlin lebenden amerikanischen Philosophin Susan Neiman in der Rheinischen Post. (Hier klicken – leider hinter Bezahlschranke)

Eine Philosophin, die sich gegen freies Denken stellt, das ist doch mal was, oder?
Hier ihre Aussage, um die es „Diktatorische Tolleranz“ weiterlesen

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Wenn es einer Gesellschaft zu gut geht – Opfer, wohin man sieht

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Opfergrafitti an der Wand
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Also in den letzten Jahren geht es in der westlichen Gesellschaft aber so richtig ab. Niemals in der gesamten Geschichte der Menschheit ging es der westlichen Gesellschaft so gut wie heute. Und niemals zuvor gab es so viele, die sich selbst als Opfer sehen.

Doch das überhandnehmende Opfertum geht auf Kosten echter Opfer. Somit werden so manche „Opfer“ tatsächlich zum Täter. Denn bleibt den echten Opfern noch etwas Mitempfinden, echtes Erbarmen über?

Von den Grenzen des Mitleids. Was haben wir nicht alles „Wenn es einer Gesellschaft zu gut geht – Opfer, wohin man sieht“ weiterlesen

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Tag der Organspende

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Ausweis für Oragnspendeverweigerer
© CDL Christdemokraten für das Leben e.V.

Am 6. Juni ist Tag der Organspende. Dazu schreibt das Bundesministerium für Gesundheit als Presseinformation:
„Zum morgigen Tag der Organspende ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, eine persönliche Entscheidung zur Organspende zu treffen und diese zu dokumentieren. …“
Das habe ich schon längst mal gemacht. Ok, wohl eher nicht so, wie Jens Spahn es wohl gerne hätte, aber immerhin.

Grundsätzlich halte auch ich es für wichtig, seine Entscheidung zur Organspende zu treffen und dies zu dokumentieren. Aber auch „Tag der Organspende“ weiterlesen

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Bild von Gott

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zerbrochener Jesus am Kreuz
© Charly Lücker

Du sollst dir kein Bild von Gott machen! Wer kennt dieses Gebot aus der Bibel nicht? Ein gern verwendetes Predigtthema. Ebenso gerne genutzt, wenn es um unser Vorstellung von Gott geht. Eine Mahnung aus dem Alten Testament, welche in der Kirchengeschichte zu viel Tumult geführt hat.

Wie ist das jetzt genau mit dem „ein Bild von Gott machen“?
Haben wir nicht alle ein Bild von Gott in unserem Kopf? Nun sage keiner, er hätte das nicht, er würde lügen. Ist das gemeint? Oder doch vielmehr, dass man von Gott keine Bilder malen, keine Skulpturen schaffen oder ähnliches machen darf?

Immer werden dazu Meinungen und Lehren geäußert. Doch, so will mir scheinen, sehr oft auch einfach nur Unsinn. Wieso? „Bild von Gott“ weiterlesen

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