Glaube ohne Zweifel?

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Schilder Nein-Ja
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Immer wieder begegnet einem die folgende Aussage unter Christen: „Wer noch nie gezweifelt hat, der hat auch nie wirklich geglaubt.“ Das wird oft reichlich begründet und Zweifel quasi als Maßstab für echten Glauben qualifiziert.

Ich behaupte jedoch: Wer immer noch zweifelt, hat den Glauben an Gott noch nicht verstanden!
Das kann ich wiederum aus der Bibel gut belegen. Ich bin auch der Meinung, dass es sehr wichtig ist, Unglaube und Zweifel deutlich zu unterscheiden, denn diese Unterscheidung macht auch die Bibel. Glaube und Unglaube schließen sich tatsächlich gegenseitig nicht aus. Glaube und Zweifel hingegen sehr wohl. Steile These? Dann wollen wir mal nachsehen: „Glaube ohne Zweifel?“ weiterlesen

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Jahreslosung 2020

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Ich glaube, hilf meinem Unglauben
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Vertrauen

„Ich vertraue dir; hilf mir mein Misstrauen zu überwinden!“ Das ist der Satz, den der Vater des fallsüchtigen Jungen in Markus 9:24 Jesus gegenüber eigentlich ausgesprochen hat.

Bei einem Grundtextstudium in der Bibel zum Thema Glaube ist mir aufgefallen, dass in beiden Sprachen der Bibel „Glaube“ eigentlich auch gleichwertig mit „Vertrauen“ übersetzt werden kann. Tut man dies einmal und liest alle biblischen Aussagen über Glauben alternativ mit Vertrauen, zeigt sich, dass man spontan viel mehr von dem versteht, was dort geschrieben steht.  Gleichzeitig „Jahreslosung 2020“ weiterlesen

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König David – Vergewaltiger und Mörder?

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Bathseba auf dem Dach
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Ich wurde auf eine Diskussion über König David in Bezug auf Bathseba aufmerksam, die erneut geführt wird. Unbestritten ist wohl, dass David als mittelbarer Mörder von Bathsebas Ehemann Uria angesehen wird. Doch hat David Bathseba auch vergewaltigt? Zumindest wird das nun wieder behauptet. Sicherlich auch von der #MeToo-Debatte angestoßen.

Man kann fragen, was wohl der schlimmere Vorwurf sei, Mörder oder Vergewaltiger? Und warum Christen zwar bereit sind, König David als mittelbaren Mörder anzusehen, nicht aber als Vergewaltiger. Welche Rolle spielte Bathseba dabei? Unschuldiges Opfer oder „König David – Vergewaltiger und Mörder?“ weiterlesen

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Nach zehn Jahren: Ladendieb bringt Waren zurück

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Kreuz auf Bibel - Thema Vergebung
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Der WDR meldet, dass in Iserlohn ein Ladendieb nach zehn Jahren Diebesgut zurück brachte. (klickst du hier) Das Personal war perplex und rief erst einmal die Polizei hinzu. Später erschien der Dieb mit weiteren Diebesgut aus früheren Jahren auf einer Polizeiwache, um auch diese ggf zurückzugeben. Da die Taten längst verjährt waren, konnte die allerdings nichts weiter tun.
Die Begründung seiner Reueaktion war, dass er sich zu Jesus bekehrt habe.

Als junger Christ schickte mich Jesus auch einmal auf eine solche Tour. Auch wenn ich „Nach zehn Jahren: Ladendieb bringt Waren zurück“ weiterlesen

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Religion verlieren vs Glauben verlieren

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Krise vs Glaube
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*update* Zwei, aus der international evangelikalen Szene, bekannte Christen haben jüngst bekannt gegeben, dass sie sich von ihrem Glauben abgewandt haben oder dabei sind, es zu tun. Das bringt wieder die Frage auf, ob hier ein Glaube an Gott, im Sinne der persönlichen intimen Gemeinschaft mit Gott, zerbrochen ist. Oder schlicht nur an der gelebten Religion gescheitert wird.

Zunächst die zwei international bekannten Christen. „Religion verlieren vs Glauben verlieren“ weiterlesen

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verletzt meine Sünde Gott?

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Sünde
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In der Begleitung von Christen begegnet mir immer wieder eine Sorge, die Christen umtreibt. Die Sorge, dass ich als bereits erlöster Christ mit meiner erneuten Sünde Gott verletzen könne oder gar Jesus erneut kreuzigen könnte.

Angesichts der vielen Aufforderungen in Predigten und Lehren, die Sünde zu meiden und nicht wieder zu sündigen, liegt der Gedanke nahe. Steht es doch auch so im Neuen Testament der Bibel. Also was gibt es da zu diskutieren? So Einiges, wie mir scheint.

Vorab eine wichtige Frage: Sind von neuem geborene Christen immer noch Sünder? Wenn man ins Neue Testament schaut, wird es deutlich, dass wir „verletzt meine Sünde Gott?“ weiterlesen

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Musikgeschmack von Christen?

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Gitarrenspieler
© Charly Lücker

idea meldet: „Christen hören lieber klassische, Nichtreligiöse lieber Rockmusik“. So zumindest lautet eine Studie des australischen Soziologen Haydn Aarons (Melbourne). Der hatte Kirchgänger und Solche, die keine Kirchen besuchen befragt.

Als Christ mit jahrzehntelanger Erfahrung mit Christen und Gemeinde, halte ich dieses Ergebnis für unglaubwürdig. Oder anders gesagt: Das Ergebnis hängt von denen ab, die man fragt.

Der Soziologe Aaron: „So gaben 43 Prozent der Kirchgänger an, regelmäßig klassische Konzerte zu besuchen und in die Oper zu gehen.“ Da bildet sich für mich ein Bild der Befragungsgruppe ab, welches nun wahrlich nicht repräsentativ war. Eben eine Befragung „Musikgeschmack von Christen?“ weiterlesen

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Integrales Christentum Fake oder Chance?

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Jesus vs Esoteric
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In der Beschäftigung mit den aktuellen Trends unter den Christen begegnet einem seit ein paar Jahren in einem bestimmten Segment zunehmend ein neuer Trend mit der Überschrift: „Integrales Christentum“. Ein christlicher Bloggerkollege beschäftigt sich immer wieder damit. Daher interessierte mich, um was es hier geht. Ist es eine der vielen Fakes oder eine echte Chance zur Weiterentwicklung der Christen?

Das „Integrale Christentum“ basiert auf den Werken des Philosophen Ken Wilber, welcher sicherlich weit weg davon ist, ein Christ zu sein. Auch er ist nicht der originäre Erfinder dieser Ansichten – zumindest nicht alleine.

Gibt es das wirklich, ein „Integrales Christentum“?
Das ist die Frage, der es „Integrales Christentum Fake oder Chance?“ weiterlesen

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Wirklich eine Investitionsruine Gottes?

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Kirchenruine auf Iona
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Heute fand ich einen Artikel auf idea, welcher von einem Vortrag vom Landesinspektor des pietistischen Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen, Matthias Dreßler (Chemnitz) auf der Glaubenskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz berichtet. Es ging um das Thema Berufung eines Christen. Eine markante Aussage ist folgende: Dreßler im Blick auf die Begabungen: „Wenn jemand sie nicht nutzt, ist er eine Investitionsruine Gottes. Gott hat investiert, es liegt aber brach.“

Ich muss sagen, ich habe bezüglich der ständig anhaltenden Bemühungen, Christen zu freiwilligen Diensten in und um christliche Gemeinden herum zu bewegen, schon eine Menge gehört. Doch dieser Ausdruck: „Investitionsruine Gottes“ ist schon der Hammer. Sicherlich provokant und regt damit zur Diskussion an. Das hat bei mir funktioniert, denn so will ich das nicht stehen lassen. „Wirklich eine Investitionsruine Gottes?“ weiterlesen

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Geistlicher Missbrauch

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einsamer Mann mit Bibel in der Kirche
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Vor wenigen Tagen habe ich im Deutschlandfunk eine kurze Reportage über das Thema „Geistlicher Missbrauch“ gehört. Ein Thema, welches mich schon seit vielen Jahren begleitet. Ich kenne aus eigenem Erleben drei Seiten davon: Zum Einen als selbst Betroffener, weiter als beobachtendes Gemeindemitglied und zuletzt als Begleitender von Betroffenen als chr. Lebensberater. Kein Wunder also, dass ich auf diese Reportage neugierig war.

Ich möchte mich hier zum Thema „geistlicher Missbrauch“ äußern und erste Tipps zur weitergehenden Beschäftigung mit dem Thema geben. Zudem werde ich mich auch zu dieser Radioreportage äußern.

Geistlicher oder religiöser Missbrauch – was ist das?
Der Begriff „geistlicher Missbrauch“ ist eine „Geistlicher Missbrauch“ weiterlesen

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