Die Moral der Bibeltreuen

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Erbsenzähler
© Andreas Müller / pixelio.de

Der Hessische Rundfunk bringt auf hr2 seit ein paar Wochen eine Serie mit dem Titel: „himmlische Lust“. Sie beschäftigt sich (mehr oder weniger) mit der Frage wie Sexualität im religiös- spirituellen Raum betrachtet wird.
Hier kann man die Serie nachhören.

In der aktuellen Folge beschäftigt sich der Journalist und Baptistenpastor Andreas Malessa mit dem Thema: „Die Moral der Bibeltreuen“ – Sexualmoral unter Evangelikalen Christen.

Beim hören des Beitrags wurde mir nicht klar, welche Stellung der Baptistenpastor Andreas Malessa eigentlich zu seinen Glaubensgeschwistern einnimmt. Steht er nun dazu selbst ein evangelikaler Christ zu sein oder freut er sich gar spitzfindig darüber, diesen eine satirische Standpauke zu halten?

Fakt ist jedenfalls, dass seine doch recht oberflächliche Darstellung von unterschiedlichen Moralvorstellungen unter Evangelikalen, mir nicht geeignet erscheint, ein aufklärendes Bild über die Moral der Bibeltreuen zu geben. Vielmehr ist es mal wieder nur ein willkommenes Futter für solche, die sich an oberflächlicher Berichterstattung über evangelikale Christen erfreuen.

Fazit meinerseits zu dieser Sendung: Schwache Leistung, Bruder Malessa, sehr schwache Leistung!

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2 Gedanken zu „Die Moral der Bibeltreuen“

  1. Hallo Charly,

    was interessieren mich die „Moralvorstellungen“ der „Evangelikalen“ wenn ich Jesus, die Bibel und eine Frau habe die ich liebe, die mich liebt und die mich voll auf befriedigt?

    Meiner Erfahrung und Einschätzung nach steht
    „evangelikale Sexualmoral“ häufig

    einerseits für „verklemmt“ ( von Weltlichen aus gesehen )

    und andererseits für doppelbödig und damit „pseudo-biblisch“

    Mir ist es gleichgültig was „evangelikale Sexualmoral“ sein soll. Ich passe nicht in dieses Klischee und will das auch agrnicht sondern lebe das mit Freuden was Gott mir geschenkt hat.

    maranatha Stephan

  2. Hallo Stephan,

    andererseits ist es auch so, dass durch Evangelikale manche Themen weiter völlig berechtigt in der Diskussion bleiben, die woanders bereits unter den Deckmantel einer verirrten Toleranz beerdigt werden.

    Genau diese Arroganz – davon auszugehen dass die angeblich ach so aufgeklärte Toleranz alles soviel besser zu beurteilen wüsste – springt mir auch aus dem von mir kritisierten Radiobeitrag entgegen. Wozu sich noch mit Argumenten auseinandersetzen, wenn man berechtigte Kritik so schön mit einem Wust von oberflächlichen Aufzählungen div. exotischen Meinungen, verhindern kann?

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