Beta-Tiere in der Gemeinde

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Wölfe im Streit
© public domain by picabay.com/S. Nagel

Haben sie schon einmal erlebt, dass in einer Gruppe immer dann, wenn ein Leiter / Alpha-Tier von

einem Dritten angegriffen oder auch nur offen kritisch hinterfragt wird, sich ganz schnell andere Gruppenmitglieder schützend vor den Leiter stellen und den „Aggressor“ angehen? Nein? Na, dann haben sie wohl nur nicht richtig hingesehen – oder?

Wovon rede ich?
Unter Rudeltieren wie z.B. den Wölfen, herrschen in der Regel klare Rangstrukturen, strenge Hierarchien. An der Spitze stehen die Alpha-Tiere. Denen folgen die Beta-Tiere und so geht es weiter bis zu dem Omega-Tieren. (siehe Wikipedia) Diese Rangfolge wird durch Rituale und Kämpfe ausgefochten. Die Alpha-Tiere stehen ganz oben und sind in der Regel die stärksten Tiere des Rudels. Unter ihnen stehen die Beta-Tiere, welche beständig ihren Rang im Rudel bewahren müssen. Das tun sie, indem sie gegenüber dem Alpha-Tier ein devotes (unterwürfiges) Verhalten aufzeigen. Unter Wölfen gehört z.B. das Speichellecken zu diesen Unterwerfungsritualen. Die unter ihnen stehenden Gamma-Tiere beißen sie weg.
Tiere, die sich solchen Rangordnungen nicht unterwerfen, müssen entweder zum Alpha-Tier aufsteigen oder das Rudel verlassen. „Beta-Tiere in der Gemeinde“ weiterlesen

Idealisiertes Vaterbild

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Sandskulptur - Vater mit Kinder
© Thomas Max Müller / pixelio.de

Durch einen Artikel in der aktuellen „Psychologie Heute“ habe ich mir Gedanken über ein möglicherweise zu idealisiertes Vaterbild Gottes unter uns Christen gemacht. Der Artikel ist folgendermaßen überschrieben.

Die Idealisierung des Vaters

Der Vater hat für jedes Kind schon früh eine große Bedeutung. Dies zeigt sich oft in einer Tendenz zu seiner Idealisierung. Kinder leben mit dem Vater, selbst wenn dieser real nicht anwesend ist. Auch ein Kind, das allein mit der Mutter aufwächst, hat eine Vorstellung von ihm. Es entwickelt Interesse an dem Mann, der mit der Mutter auf eine geheimnisvolle Art verbunden ist, und macht sich ein Bild von ihm. Kann es dieses nicht an der Realität überprüfen, weil der Vater abwesend ist oder sich entzieht, besteht die Gefahr, dass eine übermäßige Idealisierung die Entwicklung behindert.“

Es geht um die Vorstellungen die Kinder sich vom (anwesend-)abwesenden Vater machen und dessen Auswirkungen in ihrem späteren Leben. Offensichtlich kann das zu Beziehungsproblemen oder zu sozialen Problemen führen – muss es aber nicht. „Idealisiertes Vaterbild“ weiterlesen

Lob der Vernunftehe

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Ich möchte einen Eheratgeber vorstellen, der aus der Reihe der üblichen Ratgeber herausragt.

„Lob der Vernunftehe“ von Arnold Retzer

Dieses Buch stammt nicht von einem ausgesprochen christlichen  Autor. Ich empfehle es, weil ich bisher noch kein anderes Buch gefunden habe, dass so klar mit diversen falschen Hoffungen und Erwartungen, die so oft an die Ehe gestellt werden, umgeht. Bemerkenswert finde ich, dass auch ein ganzes Kapitel der Vergebung gewidmet ist.  Insbesondere, weil ich immer wieder feststelle, dass selbst manche christlichen Berater / Therapeuten mit dem Konzept der Vergebung anscheinend nicht klar kommen.
Es wird sehr deutlich, dass der Autor aus langjähriger praktischer Beratungserfahrung schöpft.

Hier der Klappentext aus dem Buch:
Heiraten ist wieder en vogue, immer mehr Paare schließen den Bund fürs Leben. Doch die Hälfte dieser Ehen wird wieder geschieden. Wie nur kann eine Ehe dauerhaft gelingen? „Lob der Vernunftehe“ weiterlesen

Christlicher Individualismus

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© bobse / abaoutpixel.de

Ein schon traditionelles Streitthema im Bereich der Philosophie und Theologie ist die Frage des Individualismus. Ist das nun etwas Gutes oder doch eher etwas Destruktives? Nutzt der Individualismus einer Gesellschaft oder schadet er dieser vielmehr?

Schnell muss man, wenn man sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzt, feststellen, dass man nicht einfach pauschal über Individualismus reden kann, sondern diesen zunächst definieren muss. Die Verwechslung mit Individuum und Egoismus ist schnell geschehen.

Das Individuum
Beim Individuum handelt es sich beim Menschen um die einzelne Person. Erst durch das Zusammenkommen vieler Personen kommt eine Gruppe zusammen. Herausforderung an diese Gruppe ist hier, in der Abgrenzung zum Einzelgänger, sich zu einer Gemeinschaft zu entwickeln. Das ist das zumeist angestrebte Ziel auch christlicher Gemeinden. „Christlicher Individualismus“ weiterlesen

unerträgliche Harmonie

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Aussteiger
© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Wo kommt es nicht vor, dass ein Umstand oder das Verhalten einer Person in einer Gruppe Unruhe oder Missstimmung bewirkt. Wo Menschen zusammenkommen gibt es immer Kollisionen aufgrund unterschiedlicher Meinungen oder disharmonischen Verhaltens. Das ist so klar und natürlich, dass dieser Umstand recht viel Raum auch in der Bibel findet.

Allerdings finden wir auch in der Bibel nicht einfach die Anweisungen „uns alle recht lieb zu haben und einander schnell und einfach zu vergeben“. Oh nein! Paulus schreibt an die Korinther, dass er zwar ganz klar gegen Spaltungen unter den Christen ist, Parteiungen (also Meinungsunterschiede) aber notwendig seien, damit „die Bewährten offenbar werden“.
1 Korinther 11:17 Wenn ich aber folgendes vorschreibe, so lobe ich nicht, daß ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt. 18 Denn erstens höre ich, daß, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden. (rev. Elb.)
(Hier gilt es zu beachten, dass vom zugrundeliegenden griechischen Text her „Spaltungen“ Ab/Trennungen gemeint sind, welche Paulus auch an anderer Stelle klar ablehnt. Für „Parteiungen“ hingegen wird ein griech. Wort verwendet, welches „Meinungsunterschiede“ beschreibt.) „unerträgliche Harmonie“ weiterlesen

Viel Beten müssen

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betende Hände
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Es ist schon länger eine Frage die mich bewegt, warum Christen so oft möglichst viel, anhaltenden und von möglichst Vielen Gebet erwarten. Ich frage mich, welch ein Gottesbild oftmals hinter den Auffassungen von Gebet steht. Ich habe zumindest kein Bild von unserem Gott, in dem Gott extrem schwerhörig und / oder hartherzig ist. Unsere Bibel sagt sogar, dass Gott uns, so wir in Christus sind, gerne erhören wird.

Matth 6:7+8 (Hoffnung für Alle)
„Leiere deine Gebete nicht herunter wie Leute, die Gott nicht kennen. Sie meinen, Gott würde schon antworten, wenn sie nur viele Worte machen. Nein, euer Vater weiß genau, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn um etwas bittet.“

Jetzt habe ich bei Haso folgendes Zitat gefunden, welches nach meiner Meinung äußerst vielsagend ist:

„Warum müssen Christen immer “viel beten” müssen? Viel beten nützt wenig, solange wenig beten nicht viel nützt.“

Das tut man einfach nicht / Tabus

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Schlüsselloch
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Die aktuelle Sendung „Lebenszeichen“ auf WDR5 (30Min / 13,4MB) beschäftigt sich mit dem Thema: Tabus. In jeder Gesellschaft haben wir Dinge, die nicht besprochen, ja sogar nicht wahrgenommen werden sollen. So berichtet in der Sendung ein Frau davon, dass sie ihr neugeborenes, behindertes Kind zur Adoption freigegeben hat und eine andere Frau, dass sie ihren psychisch kranken Mann verlassen hat.

Zitat:
Tabus sorgen dafür, dass man sich in einer Gesellschaft sicher fühlt. Wer ein Tabu bricht, gerät in Gefahr, ausgestoßen zu werden.Jede Gesellschaft hat ihre eigenen, ungeschriebenen Gesetze, Tabus, Themen über die man nicht reden darf. Doch was gestern noch tabu war, etwa über Sexualität zu reden oder Autoritäten infrage zu stellen, ist heute gang und gäbe. Neue Tabus entstehen, manchmal ohne dass sie uns bewusst werden, obwohl wir meinen, über alles reden zu können. „Das tut man einfach nicht / Tabus“ weiterlesen

hr2 Funkkolleg Religion

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HR2 kündigt sein neues Funkkolleg an.
Dieses mal wird es in insgesamt 24 Radiosendungen um das Thema:
„Wozu Gott? – Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt“ gehen.

Zitat von hr2:
Wie irrational ist der Glaube wirklich? Ist Gott mehr als ein Hirngespinst, das die Neurowissenschaft enträtseln wird? Kann man die Existenz Gottes wissenschaftlich beweisen? Welche Bedeutung haben religiös fundierte Werte für das gesellschaftliche Zusammenleben?

Religion und Glaube sind wieder auf die Tagesordnung gerückt. Man meint, eine Wiederkehr der Religion zu beobachten. In den Bestsellerlisten halten sich dauerhaft Bücher, die für Gott eine Lanze brechen. Religiöse Erfahrungen wie in Hape Kerkelings Pilgerbuch brechen alle Verkaufsrekorde. Gott macht neugierig und findet ein breites Publikum. „hr2 Funkkolleg Religion“ weiterlesen

Studie zum Adoptionsrecht für Homosexuelle

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Holzfamilie
© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) plädiert für das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare, nachdem eine Studie belegen soll, dass Kinder in so genannten Regenbogenfamilien keine Nachteile erfahren.  Doch was ist eigentlich von dieser Studie zu halten? In wie weit gibt diese Studie das her, was jetzt lautstark verkündet wird?

Es wird behauptet,
dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften genauso gut aufwachsen, wie in heterosexuellen Familien. Auch erfahrene Diskriminierungen würden den Kindern nicht schaden. Zwei Väter/Mütter seien genauso gut wie die klassische Familie mit Vater und Mutter.

Kann diese Studie das wirklich belegen?
Zunächst findet hier jeder Interessierte auf den Seiten des Justizministeriums eine Zusammenfassung der Studie. (pdf-Datei) „Studie zum Adoptionsrecht für Homosexuelle“ weiterlesen

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