Gottesdienstschock

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Worshipshow
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Letztes Wochenende war ich nach langen Jahren mal wieder in der Großstadt im Norden, wo ich dereinst 1980/81 in einer freikirchlichen Gemeinde meinen Zuvieldienst geleistet habe. Am Sonntag habe ich den Gottesdienst dort besucht, also zumindest das, was heute dort als Gottesdienst bezeichnet wird. Begleitet wurde ich von einem alten Freund, der selbst auch schon über 20 Jahre nicht mehr dort war.

Ich habe keinen Gottesdienst in der Art erwartet, wie wir ihn von früher her noch kannten. Da diese Gemeinde auch wöchentlich TV-Gottesdienste ausstrahlt, hatte ich eine Ahnung, was uns erwarten würde. Tatsächlich habe ich meine Erwartungen nicht sehr hoch angesetzt. Dass diese dennoch derart untertroffen wurden, war mir nicht klar. „Gottesdienstschock“ weiterlesen

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Taufangebot und Täufernetzwerk

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Taufe Bibelvers
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Vor einigen Jahren gab es die Initiative eines Täufernetzwerks, dem ich mich auch anschloss. Hier bieten freie christliche Täufer an, Christen, die sich taufen lassen wollen, zu taufen.
Dieses Angebot ergab sich für mich in der Auseinandersetzung mit Hausgemeinden und der Einfachen-Gemeinde. Entgegen der Auffassung vieler Denominationen sehe ich die Taufe nicht als Erlösungsakt und auch nicht als automatischen Eintritt in eine Gemeinde / Kirche an. Sie ist vielmehr das symbolische, öffentliche Bekenntnis dafür, dass ein Mensch sich als Sünder und Jesus als Erlöser erkannt hat, dass er sein Leben ganz Gott unterstellt und Ihm nachfolgen will. Die Taufe symbolisiert die „Taufangebot und Täufernetzwerk“ weiterlesen

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Abgedriftet

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Christ mit Teufel im Nacken
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(update) In diesen Zeiten bekommt man leicht den Eindruck, dass selbst intelligent erscheinende Mitmenschen nicht davor gefeit sind, in abstruse Überzeugungen abzudriften. Das nimmt auch uns Christen leider nicht aus. Es ist geradezu erschreckend, wie viele Christen sich in diversen Verschwörungstheorien, sowie in rechten, bis hin zu rechtsextremen Gedankengebilden verlaufen.
Richard Schutty
So habe ich vor zwei Tagen das neuste Video eines Christen gesehen, mit dem ich einige Zeit auf der Ebene der Hausgemeinden / Einfache Gemeinde zusammengearbeitet habe. Immer noch wird sein Name mit meinem in der Internetsuche verknüpft. Darin ist ein Vortrag / eine Predigt zu sehen, den er in einem Haustreffen gehalten hat. Hier outet er sich eindeutig als Verschwörungstheoretiker mit Tendenzen zum Reichsbürgertum. Bedenkt man, dass er zuvor durch seine sehr fundierten Lehren herausstach, „Abgedriftet“ weiterlesen

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Gemeinde: Beziehungsstatus – es ist kompliziert

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Einsame Beterin
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Heute reblogge ich einen Artikel von Katha von Dessien mit der Überschrift:
“Gemeinde: Beziehungsstatus – es ist kompliziert / Eine Hass – Liebeserklärung an die Kirche.”

„Was redest du da? Die Harry Potter Bücher sind viel besser als die Filme! Sag mir, welche Szene, und ich kann dir genau erklären, wie sie sich vom Original unterscheidet.“ Seit einer Stunde bereits sitze ich hier mit Malte (Name geändert) und diskutiere über Themen, die weit außerhalb meiner Welt liegen. Malte ist Teil von „Unterwegs“, einer Studentengruppe, in der ich mitarbeite: „Gemeinde: Beziehungsstatus – es ist kompliziert“ weiterlesen

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Rick Warren über “freistehende” Gläubige

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Nun sah sich auch Rick Warren von der Saddleback-Church in Amerika dazu aufgefordert seine Sicht über Christen darzustellen, die sich aus den inst. Gemeinden verabschiedet haben. Das Ergebnis ist wenig überraschend, bemerkenswert aber in seiner Dynamik:

zu finden unter www.christiantoday.com und hier das Original.

Hier meine Übersetzung:

Zitat:
Rick Warren sagt Satan liebt “freistehende” Gläubigen, weil sie wehrlos sind

Wenn es Menschen gibt die Satan gefallen, gemäß Rick Warren von der Saddleback Church, dann sind es die “freistehenden” Gläubigen. Denn das sind Menschen, die er leicht einfangen kann.
“Satan liebt freistehende Gläubige, nicht verbunden mit dem Leben des Leibes, isoliert von Gottes Familie und die sich nicht geistlichen Leitern gegenüber verantworten, weil er weiß, dass sie wehrlos und machtlos gegen seine Taktiken sind”, schrieb er auf seiner Website.

„Rick Warren über “freistehende” Gläubige“ weiterlesen

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Buch: “Das Cafe” von Thrall/McNicol/Lynch

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Buch
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Vor Kurzem wurde ich auf den Roman “Das Cafe” (Originaltitel: “Bo’s Cafe”), erschienen 2010 bei GerthMedien, aufmerksam gemacht. Das amerikanische Original kommt 2009 aus dem Hause “Windblown Media” aus dem auch “Der Schrei der Wildgänse” und “Die Hütte” stammen. Das war mit ein Hauptgrund, warum ich neugierig auf diesen Roman war. Unter anderem auch, weil die vorherigen Romane nicht nur Erzählungen, sondern auch eine angenehme Wissensvermittlung in Bezug auf das christliche Glaubensleben waren. Dies versucht dieser Roman auch.

Inhalt: Steve Kerner hat einen hochbezahlten Job und Familie. Doch in beidem läuft es nicht wirklich gut. In seiner Ehe ist das Klima so angespannt, dass es ihn nach der Arbeit nicht wirklich nach Hause zieht. So landet er in der, jetzt heruntergekommenen, ehemaligen Stammkneipe seines Vaters. Dort spricht ihn Andy, ein exzentrischer älterer Mann, an und dieser scheint sehr viel von ihm zu wissen. Mit diesem kommt Steve später in Bo’s Cafe an, wo er auf eine Gruppe eigentümlicher Christen trifft. Mit der Hilfe von Andy und diesen Christen bekommt Steve einiges wieder in den Griff, indem er dort lernt, was Gnade Gottes eigentlich bedeutet.

Ich äußere mich aus der Sicht eines Christen, der nun schon seit geraumer Zeit “einfache Gemeinde” lebt und als christlicher Lebensberater zu dem Inhalt dieses Romans. In beiden Fällen bin ich an echter, authentischer Gemeinschaft unter Christen und auch der Vermittlung der Gnade Gottes interessiert.

Nun zu einzelnen Aspekten des Romans (Achtung! Spoileralarm): „Buch: “Das Cafe” von Thrall/McNicol/Lynch“ weiterlesen

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Charisma- gemeindelose Christen?

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In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift “Charisma – come Holy Spirit” ist das Titelthema “Gemeindelose Christen?” Ein Grund für mich hier darauf hinzuweisen und ein paar Worte darüber zu verlieren.
Ich war positiv überrascht zumeist recht positive Artikel über die Christen zu finden, die in zunehmender Menge ihr Leben als Christ außerhalb institutioneller Gemeinden leben.

Gerhard Bially, der Herausgeber der Charisma, schreibt im Editorial u.a.:
Die ganze Sache ist einerseits besorgniserregend, enthält aber auch ein Erneuerungspotenzial. In der vorliegenden “Charisma – come Holy Spirit” möchten wir diesen Querdenkern eine Stimme verleihen.

Auf Seite 9 schreibt Emmerich Adam u.a.:
Als wir während einer Redaktionssitzung diese Ausgabe vorbereiteten, nannten wir das Titelthema salopp “Gemeindelose Christen”. Bei der näheren Beschäftigung mit dem Thema merkten wir: Es geht um etwas anderes …

Zunächst steigt er in das Thema mit den gängigen Vorurteilen ein, die es über Christen außerhalb institutioneller Gemeinden so gibt.
Christen, die persönlich an Jesus glauben, beten, die Bibel lesen und sich Predigt-Videos im Fernsehen oder Internet anschauen – dies alles aber allein für sich “im stillen Kämmerlein” tun. Mit anderen Christen pflegen sie keine verbindliche Gemeinschaft. Vielleicht gehen sie von Zeit zu Zeit auf eine Konferenz, ab und zu besuchen sie vielleicht sogar einen Gottesdienst ihrer Wahl, aber es bleibt punktuell und unverbindlich, tiefere Beziehungen zu Mitchristen werden dabei nicht eingegangen. „Charisma- gemeindelose Christen?“ weiterlesen

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heilige Begegnungen?

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Ich bin immer wieder mit Christen zusammen. Nicht nur Christen aus Hausgemeinden oder einfachen Gemeinden. Natürlich auch mit Christen, die in institutionellen Gemeinden sind. (Also das, was allgemein “Gemeinde” genannt wird.) Immer wieder spüre ich, dass die Art des Zusammentreffen bei so vielen Christen bestimmten Bewertungen unterliegt. Das waren dann wichtige Treffen, diese weniger wichtige, solche tragen in sich mehr “Heiligkeit” wie wieder andere….

Ist es nicht so, dass bestimmte Elemente oft erwartet werden um ein Zusammentreffen von Christen als ein vollwertiges Gemeindetreffen zu werten? Was darf dabei nicht fehlen? Muss die Gitarre ausgepackt werden und wenigstens zwei Anbetungslieder gesungen werden? Muss ein solches Treffen in bestimmten (mehr sakraleren) Räumlichkeiten stattfinden? Wird ein Treffen von Christen erst dann zu einem Treffen der Gemeinde, wenn man zusammen betet oder gemeinsam in der Bibel gelesen hat? Oder müsste eine bestimmte Mindestanzahl von Christen in dem Treffen sein, damit es ein Treffen der Gemeinde gewesen sein kann? Reichen da nicht zwei oder drei? Was macht ein Zusammentreffen von Christen eigentlich zu einem heiligen Moment? „heilige Begegnungen?“ weiterlesen

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