Auf Grundlage der Apostel und Propheten

Lesezeit: 6 Minuten
Bibel
© by Charly Lücker

In der heutigen Zeit begegnen uns unter den Christen wieder zunehmend Prediger und Pastoren, die für sich ein „Amt des Apostels“ oder ein „Amt des Propheten“ in Anspruch nehmen. Das gab es zwar immer wieder, scheint sich zurzeit aber wieder zu häufen.

Epheser 2:20 Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. (Rev. Elb.)

Gerne wird von solchen in Anspruch genommen, dass das NT uns ja sagt, dass die Gemeinde auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut sei und ihnen damit eine besondere Lehrautorität zukomme. Auch nichts neues, kennen wir diesen Anspruch ja z.B. auch aus der rkK.
Doch scheint mir, dass nicht nur hier solche „Apostel und Propheten“ gerne mal ein gründliches Schriftwissen missen lassen. Schauen wir uns also mal an, was Paulus mit der Epheserstelle meint.

Wer schreibt?
Zunächst ist es hier nicht unerheblich zu beachten, wer diese Aussage geschrieben hat. Es war Paulus, welcher nicht als Fischer oder Zöllner in seine neue Berufung als Apostel kam, sondern zuvor gründlich und besonders erfolgreich in Rabbinerschulen gelernt hat. Das wird in all seinen Briefen sehr deutlich. „Auf Grundlage der Apostel und Propheten“ weiterlesen

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bibelfeste Christen?

Lesezeit: 4 Minuten
Bibel mit Ring
© Hajo Rebers / pixelio.de

In einem christlichen Forum diskutieren Christen über Scheidung und Wiederheirat. Ich wurde darauf aufmerksam, weil dort auch meine Ausarbeitung über Scheidung und Wiederheirat verlinkt wurde.

Dieses Thema ist geradezu ein Standartthema in christlichen Foren. Gut möglich, dass dieses Thema im Internet weit häufiger diskutiert wird, wie in den Gemeinden selbst.

In dieser Diskussion treffen sich nun auch Christen an, die ihr Leben ganz besonders nach der Bibel ausrichten wollen. Damit begründen sie, dass sie meine Ausarbeitung zwar gut, aber dennoch irregeleitet empfinden. Ganz klar, wer aus dem Wort Gottes herausliest, dass Christen sich unter bestimmten Umständen scheiden lassen dürfen und dann gar wieder neu verheiraten dürfen, der muss ja irregeleitet sein. Soweit, so oft als normal erlebt.

Ist biblisch wirklich biblisch?
Folge ich nun dieser Diskussion dort – die sich von anderen Diskussionen unter Christen „bibelfeste Christen?“ weiterlesen

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Der Schrei der Wildgänse

Lesezeit: 2 Minuten
© Verlag Gloryworld

Autoren: Wayne Jacobsen / Dave Coleman
Erschienen bei: GloryWorld-Medien

Es ist ein herausragendes Buch. Nicht nur, weil es schwer zu sagen ist, was es nun eigentlich ist, ein Roman, ein Lehrbuch, oder ein lehrreicher Roman. Es ist einfach die Geschichte von Jake, dem Co- Pastor einer gut laufenden Gemeinde, die er mit gegründet hat. Dennoch ist Jake mit seinem Glaubensleben unzufrieden und sucht den Grund dafür. Da begegnet er John, einem mysteriösen Mann, der immer wieder in wichtigen Momenten seines Lebens auftaucht und ihn über die Frage, was es wirklich bedeutet aus Glauben in Gemeinschaft mit Gott zu leben, ins Nachdenken bringt. So manches in Jakes Leben verändert sich und er erlebt turbulente, umwälzende Zeiten.

Dieses Buch belehrt nicht in erster Linie, sondern hinterfragt immer wieder. Wer hier eine Antwort sucht, wie man es denn nun mit dem Glauben richtig macht, wird enttäuscht. Auch eine Methode wie man richtig Gemeinde bauen und leben soll, wird in dem Buch nicht wirklich aufgezeigt. Dafür findet der Leser viele Anregungen, eigene Gedanken zu entwickeln und sich auf den Weg zum Kern des Lebens mit Gott zu machen. Nicht einmal der Entschluss Jakes, eine Hausgemeinde zu starten, ist die Antwort auf seine Suche. Im letzten Kapitel wird der Leser davon überrascht, dass Jake nun wieder versöhnter mit den Gemeindestrukturen umzugehen lernt, die er einst verlassen hat.

Dieses Buch ist für mich eines der seltenen Bücher, die ich jedem empfehlen möchte, der auf der Suche nach dem echten Glaubensleben ist. Viele Reaktionen bestätigen, dass es das Potential enthält nicht nur Jakes Leben sondern auch das der Leser zu verändern. Eine Veränderung zu dem, was wirklich das Evangelium genannt werden muss: eine reale und lebendige Gemeinschaft mit unserem Gott, ungestört durch Formen und Gesetze und doch in überzeugter Verbindlichkeit mit anderen.

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