Terroranschlag am 07.Jan 15 – 2000 Tote in ….

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Terror
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… eben nicht in Europa, Australien oder Amerika. Sonst würde diese Schlagzeile wohl kaum bei der Berichterstattung vom Terroranschlag in Paris mit gerade mal 12 Toten untergehen. Ehe sie jetzt nicht weiterlesen wollen, weil sie denken, das ich hier nur vor mich hinspinne: Diesen Anschlag hat es tatsächlich am vergangenen Mittwoch gegeben. Und zwar in Nigeria, durchgeführt durch die Boko Haram.
Nachzulesen zB Hier und Hier.

Als ich heute diese Meldung, kleingehalten ganz unten rechts auf der Titelseite der Tageszeitung, gesehen habe und gleichzeitig Seitenweise mit der Berichterstattung aus Frankreich fast schon erschlagen wurde, da beschlich mich mal wieder das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, mit der Art wie uns Meldungen dargebracht werden.

Um es direkt ganz klar zu machen: Ich verurteile zutiefst, was in Paris geschehen ist. Die Täter müssen gefasst und bestraft werden – ohne jede Frage! Es gibt nichts, was eine solche Tat rechtfertigt und die europäische Gesellschaft muss dazu eine klare Haltung einnehmen. Da gibt es meiner Meinung nach nichts zu diskutieren und schon mal nichts schön zu reden. Und dennoch: Wo bleibt diese klare europäische Haltung zu den Toten in Nigeria?

Wie muss ich das jetzt verstehen? Wiegen 12 Tote in Paris jetzt mehr als 2000 in Nigeria? „Terroranschlag am 07.Jan 15 – 2000 Tote in ….“ weiterlesen

Mammons Preis – der Preis der Masse

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In Shanghai begann das neue Jahr mit einer Tragödige: Über 35 Menschen starben, weil sie unter der Masse Menschen erdrückt wurden, die gierig nach Geld war. (Zitate aus dem Artikel dazu von evangelisch.de)

Die Menschen stürzen übereinander, werden eingequetscht und niedergetrampelt. Die Silvesterfeier in Shanghai endet in einer Massenpanik. Auslöser sind Geldscheine, die US-Dollar-Noten ähneln.

Eine große Masse von hunderttausenden Menschen hatten sich am Chen-Yi-Platz am historischen Peace Hotel und auf der Uferterrasse in Shanghai versammelt um gemeinsam Sylvester zu feiern. Obwohl im Vorfeld bereits eine Lasershow abgesagt wurde, weil dort zu viele Menschen erwartet wurden, meinten Einige aus den darüber liegenden Luxusclubs, dies sei eine gute Idee:

Aus einem der Luxus-Clubs in den historischen Gebäuden am Bund war „Neujahrsgeld“ in Form von 100-US-Dollar-Scheinen geworfen worden, wie Augenzeugen in chinesischen sozialen Medien berichteten. Fotos zeigten auf dem Boden liegende, nachgemachte Scheine mit dem Aufdruck „Neujahr 2015“ und dem Namen des berühmten Nachtclubs „M18″…
„Oben flog Geld“, berichtete ein Augenzeuge im Krankenhaus laut chinesischen Medien. Es sei so gewesen, als wenn „ganz viel Geld heruntergeworfen wird, alles US-Dollar“. Die Leute hätten „da wird Geld geworfen“ gerufen. Chaos sei ausgebrochen und die ersten seien niedergetrampelt worden.

Der Artikel beschreibt bedrückende Einzelheiten, die ich hier nicht weiter zitieren möchte.

Zwei Faktoren kamen hier zusammen, die tödlich sein können: Mammon und Massen.

Die Gier nach Geld tötet Menschen. Nicht nur dort inmitten der Menschenmassen in Shanghai, sondern grundsätzlich. Das ist keine neue Erkenntnis. Dennoch führt uns diese Tragödie erneut vor Augen, wie verhängnisvoll die menschliche Gier nach Geld ist. Dabei ist Geld nicht in der Lage, „Mammons Preis – der Preis der Masse“ weiterlesen

Wegen Kleidung diskriminiert – der Unterschied zwischen Toleranz und Diskriminierung

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Narrenkappe
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Zur Zeit geistern wieder einige Meldungen über Muslimas in unserer Gesellschaft, die eine Vollverschleierung tragen, durch die Medien und polarisieren die Menschen. Die oft extrem einseitigen Kommentare lassen da nicht auf sich warten. Auch auf christlichen Seiten (Blogs etc.) sind Kommentare dazu zu finden – manches mal bleibt bei mir nur ein Entsetzen über die Einstellung, die sich in den Kommentaren offenbaren.

Worum geht es?
Unsere angeblich so aufgeklärte freiheitliche Gesellschaft echauffiert sich darüber, dass angeblich verstärkt vollverschleierte Frauen auf unseren Straßen, etc. zu sehen seien. Offensichtlich Frauen muslimischen Glaubens, die aus ganz unterschiedlichen Gründen die sogenannte „Burka“ (Meistens handelt es sich hier um eine Niqab und nicht um eine Burka, aber das nur am Rande) tragen. Das erwirkt Widerspruch unterschiedlichster Art. Doch Fakt ist vielmehr, dass die Anzahl der Frauen, die in den westeuropäischen Ländern vollverschleiert auftreten, immer noch verschwindend gering ist. Lediglich im Zuge der Berichterstattung über Salafisten in diesen Ländern bringen die Medien solche Frauen plakativ in den Vordergrund. Und wie so oft: Bilder prägen mehr die Meinung als es die Wahrheit kann.

Menschen, die sich einbilden, sie würden für die Freiheit der Frauen sprechen, „Wegen Kleidung diskriminiert – der Unterschied zwischen Toleranz und Diskriminierung“ weiterlesen

sozialverträgliches Ableben – Euthanasie statt Therapie

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Todesspritze
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In Belgien wurde einem Sexualstraftäter, der nun bereits seit 30 Jahren im Gefängnis sitzt und keine Aussicht darauf hat, wieder entlassen zu werden, durch ein Bundesberufungsgericht gestattet, eine sogenannte „Sterbehilfe“ in Anspruch zu nehmen. Diese Entscheidung sorgt erneut für Diskussionen rund um das Thema Sterbehilfe.
In Belgien wurde vor kurzer Zeit auch die „Sterbehilfe“ an Minderjährigen erlaubt. Damit ist Belgien internationaler Vorreiter im Bereich Euthanasie.

Schaut man sich diesen Fall des Sexualstraftäters genauer an, fällt schnell auf, wie exemplarisch dieser für die Verlogenheit im Bereich der Befürwortung der Euthanasie ist. Dies wird aus der Begründung des Sexualstraftäters für sein Anliegen deutlich: Tatsächlich kommt sein Wunsch zu sterben nicht aus dem Hintergrund einer schweren psychischen oder einer schweren körperlichen Erkrankung. Er möchte sterben, weil ihm seit nunmehr 30 Jahren vom Staat Belgien jegliche Psychotherapie verweigert wird. Das hat zur Folge, dass er ohne jede Perspektive in seiner Zelle seinen sexuellen Wahnvorstellungen ausgesetzt ist.
Wir in Deutschland können auf ein deutlich besser funktionierendes Strafsystem schauen, wo es solche Therapien gibt – auch für Straftäter in Sicherheitsverwahrung. Das Angebot solcher Therapien hat nicht nur den Sinn, u.a. Sexualstraftäter gegebenenfalls wieder für ein Leben ohne Gefahr für die Gesellschaft und für sich selbst außerhalb der Gefangenschaft zu ermöglichen. Diese Therapien helfen auch dabei, dass die Straftäter ein Unrechtsempfinden für ihre Taten entwickeln, was durchaus im Sinne der Opfer sein sollte.

Belgien hat nur sehr wenige Therapieangebote für Straftäter und hat in der gesamten Zeit dieses Prozeßverlaufs „sozialverträgliches Ableben – Euthanasie statt Therapie“ weiterlesen

Ersatzreligion Liebe

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In der FAZ ist ein Artikel erschienen, der sich mit der Frage beschäftigt, welchen Stellenwert die Liebe unter Partnern in unserer Gesellschaft heute hat. Er ist überschrieben mit: „Egoistische Zweisamkeit – Ersatzreligion Liebe“. Hier nachzulesen.

Es ist eine Polemik, welche deutlich machen will, dass sich unsere, zur Zeit gängige Vorstellung von partnerschaftlicher Liebe, längst im Irrationalen verlaufen hat. Mit dem finden der einen wahren Liebe sind mehr und mehr Erwartungen verbunden, die sonst eigentlich der Religionen zugeschrieben sind. Demzufolge ergeben sich auch viele Probleme unter Partnern und ein häufiges scheitern von Partnerschaften.

Ein Artikel, der, wie ich meine, lohnt zu lesen und zu diskutieren. Ich bin gespannt auf ihre Meinung dazu.

Kopftuchverbot im evang. Krankenhaus

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Wie Heute in den Medien gemeldet, hat das Bundesarbeitsgericht eine Klage einer Muslima zurückgewiesen, die gegen das ausgesprochene Kopftuchverbot des evangelischen Krankenhaus, in dem sie seit vielen Jahren arbeitet, gerichtet war. Hier ein Bericht von Spiegel-online.

Zitat:

Die Klinik hatte der Klägerin das Tragen alternativer Kopfbedeckungen angeboten, etwa eine Kappe oder die Haube einer Nonne. „Wir erwarten nicht, dass sie sich zum christlichen Glauben bekennen. Sie dürfen sich aber nicht offen zu einem anderen Glauben bekennen“, erklärt der Anwalt der Klinik, Sascha Leese.

Das die Klinkleitung sich bei dieser Entscheidung auf den christlichen Glauben beruft, lässt mich dazu nicht schweigen. Denn diese Begründung ist, bei aller Toleranz, schierer Unsinn. Einer Muslima auch noch eine Haube einer christlichen Nonne anzubieten, ist sogar die Spitze einer geradezu unglaublichen Heuchelei. De facto ist das sogar eine Beleidigung für einen Andersgläubigen.

Die Bibel lehrt eindeutig, dass Andersgläubige aus der Gesellschaft weder stigmatisiert, noch ausgegrenzt werden sollen.
Hier wird der christliche Glaube als Grund für die Stigmatisierung und Ausgrenzung einer Andersgläubigen Mitarbeiterin angeführt. Wer aber die Bibel, „Kopftuchverbot im evang. Krankenhaus“ weiterlesen

Showabtritt

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© By Gobel.Joyborg at de.wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons
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Heute beschäftigt die Medien die Ankündigung von Nikolaus Schneider, Präses der EKD, dass er vorzeitig von seinem Amt zurücktreten will. Grund sei die Krebserkrankung seiner Frau und dass er deshalb mehr Zeit für sie haben möchte. Deshalb will er am 10. November sein Amt als Vorsitzender abgeben und aus dem Rat der Kirche ausscheiden.

Zunächst möchte ich mein Bedauern ob der Erkrankung der Ehefrau von Präses Schneider zum Ausdruck bringen und festhalten, dass ihr natürlich jede Qualitätszeit mit ihrem Mann und der Familie zugestanden werden soll. Familie ist allemal wichtiger als auch jedes Bischofsamt in einer chr. Kirche. Mein Wunsch für die Familie ist, dass sie in dieser Zeit die liebevolle Nähe Gottes erleben mögen.

Viel Lob und Respektsbekundungen für diesen Entschluss von Nikolaus Schneider gehen am heutigen Tage über den Äther und auch in den kommenden Tagen durch die Medien.

Doch, und deshalb ist es mir hier einen Beitrag wert, fällt mir hier doch einiges auf, was mir meine Respektbekundung für diese Rücktrittsankündigung vergällt.
Ist sein Entschluss wirklich so herausragend, dass er tatsächlich außergewöhnlichen Respekt verdient? Ja sind diese ausufernden Respektsbekundungen nicht gar fast wie Hohn gegenüber Anderen? „Showabtritt“ weiterlesen

Jesus in 1LIVE – Radio

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Jesus-skurrilÜber eine Homepage einer kath. Kirchengemeinde in meiner Region wurde ich auf eine neue Satirereihe auf WDR-Radio 1LIVE aufmerksam.
Der Titel: Er ist zurück! – Jesus in 1LIVE

Zunächst war ich neugierig, wie gelungen wohl diese Satire sein würde. Ich bin durchaus ein Freund gelungener Satire und eigentlich auch nicht so empfindlich, wenn es denn auch mal den chr. Glauben, Gott / Jesus trifft. Also hörte ich in die kurzen, gerade mal 1,4 Min langen Spots hinein.

1LIVE beschreibt diese Spots selbst folgendermaßen:

Stellt euch vor, Jesus ist wieder da. Er ist zurückgekehrt, um aus der Welt einen besseren Ort zu machen. Eigentlich hat er es damit nicht so eilig, aber sein Vater macht ihm etwas Druck. Leider ist nichts mehr, wie es mal war. Unsere Welt ist schnelllebig geworden, kalt und rücksichtslos. Wird Jesus uns retten können?

Das bietet doch eigentlich Stoff für wirklich intelligente Satire, die so manchen Missstand in unserer Gesellschaft auf’s Korn nehmen könnte. Doch stattdessen begegnet uns „Jesus in 1LIVE – Radio“ weiterlesen

Appell gegen Prostitution

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Prostitution ist Menschenverachtung
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Ich bin selbst erstaunt, aber auch erfreut – ich stimme mit einem Appell überein, denn die Zeitschrift „Emma“ mit der aktuellen Ausgabe bringt:

Appell gegen Prostitution.

Anders, als noch zu früheren Zeiten, geht der Appell nicht mehr in die Richtung Prostitution als Beruf anzuerkennen, sondern die Autoren dieses Appells erklären deutlich, dass die Prostitution Ausdruck von Menschenverachtung und Gewalt ist.

Zitat:
„Prostitution ist „das älteste Gewerbe der Welt“? Prostitution ist „ein Beruf wie jeder andere“? Prostitution wird es immer geben, denn ihre Abschaffung ist utopisch? Falsch. Auch die Abschaffung der Sklaverei galt vor gar nicht so langer Zeit noch als Utopie. Und auch wenn die Sklaverei aus unserer Welt keineswegs ganz verschwunden ist, so wäre es heutzutage für einen aufgeklärten, demokratischen Staat doch undenkbar, die Sklaverei zu tolerieren oder gar zu propagieren.

Doch genau das tut Deutschland mit der Prostitution: Es toleriert, ja fördert diese moderne Sklaverei (international „white slavery“ genannt). Die Reform des Prostitutionsgesetzes 2002, die angeblich den geschätzt 700.000 Frauen (Mittelwert) in der Prostitution nutzen sollte, trägt die Handschrift der Frauenhändler und ihrer LobbyistInnen. … „Appell gegen Prostitution“ weiterlesen

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