Just think about V

Lesezeit: 4 Minuten

 

Denker
© by Charly Lücker

Rechte Parteien in Frankreich und Benelux / Gehört der Islam zu Deutschland? / Koranverteilaktion / Betreungsgeld

Mal wieder bewegen mich Dinge, denen ich hier kurz nachspüren und sehen will, was andere dazu meinen.

Rechte Parteien in Frankreich und den Beneluxstaaten
Gestern war der erste Wahlgang für einen neuen Präsidenten in Frankreich. Erschrocken nehme ich die Nachricht auf, dass die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen 18% der Stimmen erhalten hat. Zeitgleich wackelt die niederländische Regierung, weil der rechtspopulistische Spinner Geert Wilders der Minderheitenregierung seine Zustimmung zum Sparpaket verweigert. Ebenso stark sind Rechte in Belgien in der Regierung vertreten.
Der rechtspopulistische Spinner Geert Wilders wird auch in Deutschland, insbesondere von der Partei „Die Freiheit“ als politischer „Supermann“ gefeiert. Traurigerweise fallen auch viele Christen auf diese braun geprägte Partei herein.

Wenn ich die Berichte so höre frage ich mich, ob insbesondere Frankreich und die Beneluxstaaten eigentlich durch den zweiten Weltkrieg nichts gelernt haben? Haben doch gerade diese Länder enorm unter der Besatzung deutscher Nazis gelitten. Und heute wählen sie selbst Nazis? Wie dumm oder doch nur naiv muss man eigentlich dafür sein?

Gehört der Islam zu Deutschland?
Dazu hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben, auf den ich hier nochmal verweisen will.
Unionsfraktionschef Volker Kauder hat kurz vor Beginn der Islamkonferenz nochmals deutlich gemacht, dass der Islam für ihn nicht Teil von Deutschland ist, die Muslime in Deutschland aber sehrwohl. Womit er völlig Recht hat.
Wie zu erwarten schlagen auch diesmal wieder die Wellen in den Medien hoch. In einem TV-Interview verlief sich eine junge Muslima am Rande der Islamkonferenz in die Aussage: „Ich verstehe nicht, was Kauder damit meint. Sollen wir jetzt alle Katholiken werden? Ich halte Kauders Bemerkung für dumm!“ Bevor man in die Vorurteilsfalle tappt und dieser jungen Frau – die eigentlich ein gutes Deutsch gesprochen hat – eine Tüte Deutsch kaufen will, muss man feststellen, dass wohl die meisten Medienmacher in Deutschland genauso wenig Deutschkenntnisse besitzen und damit dieser wenig intelligenzbelasteten Argumentation folgen.
Fakt ist jedenfalls, dass die Anwesenheit und Anzahl bestimmter Glaubensanhänger, sowohl der Fakt, dass diese hier frei ihren Glauben ausleben dürfen, diesen Glauben noch lange nicht zu einer wertstiftenden Grundlage unserer Gesellschaft macht. Somit gehören zwar eine große Anzahl Angehöriger verschiedenster Religionen zu Deutschland, sie machen Deutschland in seiner Kultur und Wertbildung aber nicht aus. Somit ist ganz klar, der Islam als wertstiftende Religion gehört nicht und wird hoffentlich auch niemals zu Deutschland gehören. Sehrwohl gehören aber all die Muslime zu uns, die hier leben und ihren Glauben ausleben können.

Die Koranverteilung durch Salafiten
Ich habe ja ausführlich das Auftreten der Salafiten in meiner Nachbarstadt Mönchengladbach verfolgt und hier davon berichtet. Daher habe ich schon recht früh von dem Plan Kenntnis bekommen, dass diese in ganz Deutschland den Koran verschenken wollen.
Jetzt stehen sie auf den Fußgängerzonen und ihre Aktion schlägt Wellen. Aber geht eine nennenswerte Gefahr von dieser Aktion für Deutschland aus? Ich meine Nein, eher das genaue Gegenteil ist der Fall.
Ich habe in der letzten Printausgabe des Stern gelesen, dass die Salafiten unter den Moslems in Deutschland gerade mal 0,1% ausmachen. Und selbst unter den Salafiten sind diejenigen, die sich gewaltbereit zeigen, in einer klaren Minderheit. Wir reden hier also nicht von einer irgendwie großen Gruppe, von der Gefahr für unser Land ausgeht. Da geht von den Menschen mit braunen oder angebräunten Denken in unserem Land viel mehr Gefahr aus. Immerhin haben es die Salafiten durch ihre Aktion geschafft, dass sich deutsche Islamverbände auf der Islamkonferenz endlich einmal relativ klar gegen diese radikalislamische Bewegung ausgedrückt haben.

Es gibt eine gute Chance, dass Diejenigen, die an den Ständen einen Koran mitgenommen haben, diesen teilweise oder auch ganz lesen. Ja es ist sogar möglich, dass sie ihre verstaubte Bibel aus dem Regal holen und anfangen die beiden Glaubensbücher zu vergleichen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie man eine Bevölkerung besser motivieren kann, sich ein eigenes Bild von den beiden Religionen zu machen. Ich habe auch keine Angst davor, dass nun Deutsche scharenweise, wie von den Initiatoren erhofft, zum Islam konvertieren.
Gut finde ich, dass Bremer Christen dies zum Anlass genommen haben, die Bibel ebenfalls auf den Fußgängerzonen zu verschenken. Ich hoffe, diese Christen finden noch viele Nachahmer.

Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren nicht in Einrichtungen betreuen lassen wollen oder können
Seit Wochen findet die Diskussion um das Betreuungsgeld kein Ende. Auch hier bekommt man leicht den Eindruck, dass besonders die, die am lautesten dagegen sind, am wenigsten Ahnung haben, worüber sie eigentlich reden.
Zunächst einmal ist das Betreuungsgeld für Eltern die ihre Kinder von ein bis drei Jahren nicht in Einrichtungen wie Kindertagesstätten betreuen lassen wollen oder können. Wir reden hier also nicht von den klassischen Kindergärten für Kinder ab vier Jahren bis zur Einschulung. Wir reden von den Einrichtungen, die wir völlig kritiklos von der DDR übernommen haben, obwohl gerade die kurz nach der Wende als eins der üblen Dinge dieser Ideologie kritisiert wurden.

Was soll also die Polemik? Was für eine üble Polemik, allen Eltern, die dieses Betreuungsgeld in Anspruch nehmen könnten, pauschal zu unterstellen sie wollten lediglich diese paar Euro für Alkoholkonsum etc. ausgeben, während sie ihre Kinder vor dem Fernseher  versauern lassen würden. Da fragt man sich ob unsere Politiker tatsächlich anstreben, dass unsere Kinder jetzt auch schon so früh wie möglich systemkonform durch „Fachleute“ geprägt werden und den (dummen?) Müttern vorgemacht wird, sie hätten tatsächlich eine große Chance auf karrierefördernde Jobs. Fakt ist doch vielmehr, dass diese Mütter in Billiglohnjobs landen werden. Und ideologisch gleichgeschaltete Kinder – haben wir davon nicht gründlich die Nase voll? Nicht zu vergessen, dass es genügend Entwicklungspsychologen gibt, die laut vor diesem Unsinn warnen.

Meine Kritik an dem Betreuungsgeld ist eigentlich dieselbe wie am Kindergeld. Wozu bekommen Eltern, die finanziell in keiner Weise auf diese Beträge angewiesen sind, eigentlich dieses Geld? Wenn man bedenkt, dass z.B. das Kindergeld bei Hartz IV angerechnet wird. (Wenn ich mich irre.) Also doch nur wieder ein schönes kleines Zubrot für die, die eh schon genug haben? Also wenn schon, dann nicht per Gießkanne verteilen, sondern an Einkommensgrenzen koppeln.

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2 Gedanken zu „Just think about V“

  1. Es ist bemerkenswert, dass sogenannte „Christen“ einen Mann wie Wilders (mit einer Ausländerin verheiratet und selbst Naziopfer) als braunen Spinner diffamieren.

    1. Mein lieber Josef Raddy aus Remscheid,
      ich diffamiere hier niemanden, denn das Wilders ein Rechtspopulist und damit ein der Realität mental enthobener Denker ist, ist schlichtweg Fakt.
      Man denke mal gelassen über die Behauptung, Wilders sei (1963 geboren) ein „Naziopfer“! Sorry, aber wie naiv gestrickt muss man sein, um solch einen Unsinn zu glauben?
      Wie naiv muss man sein um zu meinen, nur weil Jemand seinen Hass nicht weiter auf die Juden, dafür aber auf jedweden Moslem ausrichtet, dieser nun keine rechte Mentalität mehr hätte?

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