Gesetzlichkeit bleibt im Dunkeln

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Jesus am offenen Grab
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Mit Christen, die in ihrem Denken und ihrer Haltung in Gesetzlichkeit verhaftet sind, habe ich schon öfter vergeblich über biblische Wahrheit diskutiert. Zumeist sind solche in ihrem gesetzlichen Denken derart gebunden, dass kein Argument sie zu erreichen scheint. Selbst ausführliche biblische Belege führen selten zum Umdenken.

Als ich heute aus aktuellem Anlass über solche Dispute nachgedacht habe, musste ich an den verstorbenen Lazarus denken. Solche Christen sind ihm im gewissen Sinne ähnlich: Sie sitzen im Grab der Sünde und modern vor sich hin. Das Grab wurde geöffnet und Jesus ruft sie ins Leben heraus. Doch anders als Lazarus bleiben sie im Dunkeln sitzen und verbreiten weiter den Modergeruch der Sünde. Sie sehen zwar Jesus draußen im Licht, studieren im Wort und verstehen die Verheißungen, die dort auf sie warten. Doch sie bleiben lieber im Dunklen des Grabes. Das Leben aber wartet im Licht, nicht im Grab der Sünde.
Immerhin heißt es im 1.Joh. 1:7: Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.
und: Eph 5:8 Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts.
sowie auch: 1Joh 2:6 Wer sagt, daß er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist. 7 Geliebte, nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.8 Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das, was wahr ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht schon leuchtet. 9 Wer sagt, daß er im Licht sei, und haßt seinen Bruder, ist in der Finsternis bis jetzt. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat.
(Rev.Elb.)
Die Rechtfertigungsversuche gesetzlicher Christen erscheinen mir in ihrer Konsequenz immer als Ausdruck von Hass gegenüber anderen Christen. Hass deshalb, weil sie sich selbst um soviel gerechter vermuten als alle anderen Christen, die ihre Gesetzlichkeit nicht teilen.
Sie scheinen auf das Gesetz fixiert zu sein und sehen den erlösten Menschen nicht wirklich. Sie denken ausschließlich den Menschen vom unerlösten Standpunkt her, nicht wirklich aus der Erlösung durch Jesus Christus. Ja, sogar die Erlösung durch Jesus wollen sie nutzen, um wie das Gesetz eben auch den Menschen selbst weiter unter der Sünde zu verdammen.
Keine meiner Diskussionen mit gesetzlichen Christen scheinen dazu beigetragen zu haben, sie dazu zu bringen, von ihrer Gesetzlichkeit Abstand zu nehmen. Das kann offensichtlich allein unser Herr Jesus. Dem befehle ich sie an und wünsche ihnen, dass sie sich dereinst einmal endlich aus dem dunklen Grab der Sünde ans Licht trauen.

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