Heute reblogge ich einen Artikel von Katha von Dessien mit der Überschrift: „Gemeinde: Beziehungsstatus – es ist kompliziert / Eine Hass – Liebeserklärung an die Kirche.“
„Was redest du da? Die Harry Potter Bücher sind viel besser als die Filme! Sag mir, welche Szene, und ich kann dir genau erklären, wie sie sich vom Original unterscheidet.“ Seit einer Stunde bereits sitze ich hier mit Malte (Name geändert) und diskutiere über Themen, die weit außerhalb meiner Welt liegen. Malte ist Teil von „Unterwegs“, einer Studentengruppe, in der ich mitarbeite: „Gemeinde: Beziehungsstatus – es ist kompliziert“ weiterlesen
Aktuell wurde vom Papst eine erneute Diskussion über die Passage: „und führe uns nicht in Versuchung“ aus dem „Vater Unser“ / dem Mustergebet, welches Jesus seinen Jüngern lehrte, angestoßen. Wie man (zB hier) nachlesen kann, findet der Papst diese Stelle schlecht übersetzt. Er meint: „Und führe uns nicht in Versuchung“, wie es etwa in der deutschen und auch in der italienischen Version des Vaterunser heißt, sei „keine gute Übersetzung“, sagte der Papst in einem Interview mit dem italienischen Sender TV2000. „Lass mich nicht in Versuchung geraten“ wäre besser, so Franziskus. „Ich bin es, der fällt, aber es ist nicht er, der mich in Versuchung geraten lässt.“ Ein Vater mache so etwas nicht. „Ein Vater hilft, sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan.“
Neu ist diese Diskussion eigentlich nicht. Ebenso wenig neu ist der ganze Unsinn, den Theologen diesbezüglich von sich geben. Aber nicht alle sind so. In Frankreich wurde z.B. wurde vor Kurzem ganz offiziell diese Passage geändert. Nun heißt die Bitte in Frankreich nicht mehr „…und führe/unterwerfe uns nicht Versuchung“, sondern frei übersetzt: „…lass uns nicht in Versuchung geraten.“
Das führt darauf zurück, dass diverse Sprachforscher auf diese fragwürdige Übersetzung hingewiesen haben. So z.B. der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide. „Vater Unser – der Papst und die Diskussion“ weiterlesen
Ein Artikel bei Livenet.ch hat meine Aufmerksamkeit erregt. Nicht die Veranstaltung an sich,sondern mal wieder die unglaublichen Zahlen, die dort angegeben werden.
Zitat: „Kiew: Hunderttausende entschieden sich für Jesus“
Das immer wieder mit angeblichen Bekehrungszahlen geprotzt wird, kennt man ja schon. Aber hier sind es nicht nur mehrere Hundert oder gar Tausend, die sich bekehrt haben sollen. Nein, hier sollen es gleich 400.000 Menschen gewesen sein, die sich während der Kampagne bekehrt haben sollen. Insgesamt sollen 800.000 Teilnehmer dort gewesen sein, die „Massenbekehrungen – was davon zu halten ist“ weiterlesen
Jemand bittet um einen Gefallen. Auf der Arbeitet drängen Termine. In der Gemeinde sucht man Mitarbeiter. Freunde fragen um Hilfe. In der Familie will man etwas bestimmtes von dir…
Eigentlich gibt es gute Gründe, warum du Nein sagen solltest, aber du kannst es nicht. Wenn doch, dann nicht ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Nein zu sagen, gesunde Grenzen zu setzen ist nicht immer einfach. Manch Einer ist kaum dazu fähig. Kann man einfach so Nein sagen? Darf man das tun? Besonders als Christ?
Gibt es ein gesundes „Nein“, welches sogar heilsam für Beziehungen ist? Heilsamer als immer „Ja“ zu sagen? „Ja zum Nein – gesunde Grenzen schaffen“ weiterlesen
Im Deutschlandfunk war ein Beitrag über moderne Lobpreismusik in christlichen Gemeinden zu hören, der betitelt war mit: „Der Siegeszug der Lobpreismusik – Ich will nur stolz auf Christus sein“
Ich finde es schon bemerkenswert, dass dieser Beitrag gebracht wurde. Normalerweise findet man unter dem Stichwort „Kirchenmusik“ nur Betrachtungen über uralte Gesangbuchlieder und klassische christliche Musik in den Gottesdiensten. Endlich ist die Lobpreismusik so in der chr. religiösen Gesellschaft angekommen, dass sie auch öffentlich besprochen wird. Wenn man bedenkt, dass diese Art Musik im Gottesdienst in den 70ern aufkam, fast schon „bemerkenswert schnell“ für kirchliche Verhältnisse.
Gut finde ich an dem Beitrag auch, dass er, direkt und indirekt angesprochen, auch hervorhebt, wo es Heute an der Lobpreismusik mangelt. Dazu möchte ich mich hier auch einmal äußern. „Lobpreismusik – was besser sein könnte“ weiterlesen
Auf der Synode der Evangelischen Kirche (EKD) in Deutschland 2016 wurde nach ausführlicher Diskussion eine Kundgebung verabschiedet, in der es heißt: „Christen sind – ungeachtet ihrer Sendung in die Welt – nicht berufen, Israel den Weg zu Gott und seinem Heil zu weisen“. ( hier nachzulesen – Artikel auf evangelisch.de )
Dort wurde unter anderem gesagt, es sei absurd, „wenn Christen Juden davon zu überzeugen versuchen, dass sie sich zu Jesus Christus bekehren müssten.“
Der Zentralrat der Juden hat diese Kundgebung ausdrücklich begrüßt. (hier nachzulesen)
Wenn etwas als absurd zu bezeichnen ist, dann die Meinung, Christen hätten das Evangelium nicht auch den Juden zu predigen. Das theologische Gehampel, „EKD gegen Judenmission“ weiterlesen
Als Mann im besten Alter beschäftige ich mich immer wieder gerne mit dem Thema, was es bedeutet ein Mann zu sein. Was macht uns aus und wie haben wir uns entwickelt? Dieses Thema stößt auf großes allgemeines Interesse. Nicht nur diverse Medien bringen dieses Thema immer wieder, es gibt sogar mehr und mehr Forschungen dazu. Es ist offensichtlich, dass die Frage, was einen Mann tatsächlich ausmacht, nicht mehr selbstverständlich beantwortet wird. Es ist feststellbar, dass sich in der westlichen Welt das Selbstbild des Mannes, nach zwei Weltkriegen, in denen für wenigstens zwei Generationen die männlichen Vorbilder immens reduziert wurden, nicht mehr stabil und sicher ist. Das ist ein interessantes Gebiet mit vielen Facetten. Nichts, was man mit wenigen Sätzen beantworten könnte.
Der WDR und das Pro-Medienmagazin melden, dass in Lüdinghausen (NRW) ein ehemaliger Lehrer wegen Gotteslästerung verurteilt wurde. Ein solches Urteil ist in unserem Land mittlerweile recht selten, von daher bemerkenswert. Er wurde zu einer Geldstrafe von 500,-EUR auf Bewährung verurteilt. Der Verurteilte will in Berufung gehen.
Die Frage, die mich beschäftigt ist, wie intelligent diese „Religionskritik“ ist und wie man damit umgehen soll.
Das Flüchtlingsthema ebenso wie die terroristische Bedrohung werfen dieselbe große Frage auf: Welches Land wollen wir sein?
Zwei epochale Geschehnisse kommen im Herbst 2015 zusammen: die Angriffe des islamistischen Terrorismus und die globalen Flüchtlingsbewegungen. Beides trifft Europa und seine einzelnen Staaten in ihrem Selbstverständnis und in ihrer Identität. Für uns heißt das: Welche Gesellschaft wollen wir sein? Welche Haltung erweist sich als geeignet, um mit den Herausforderungen erfolgreich umzugehen? „Offene Diskussionen in ganz Deutschland – du kannst mitreden“ weiterlesen