Erfolgsmodell Sterbehilfe

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Todesspritze
© public domain / Reimund Bertrams by pixabay

Wer sagt denn, dass Sterbehilfe kein lohnenswertes Geschäft sein könnte? Immerhin meldet die Tagesschau, dass Sterbehilfe nun auch in Deutschland floriert. „2021 halfen deutsche Sterbehilfe-Organisationen bei fast 350 Suiziden. Bestrebungen, die Sterbehilfe neu zu regeln, erteilten sie eine Absage.“ Das sind doch mal nennenswerte Zahlen, welche noch Steigerungen versprechen. Es lohnt sich also nun auch in Deutschland, „Hilfe“ dabei anzubieten, dem Leben ein Ende zu setzen. Schwere Erkrankungen als Grund für die Euthanasie sind hier nicht einmal mehr notwendig: „Gründe für den Sterbewunsch der Betroffenen waren den Angaben zufolge schwere Erkrankungen, aber auch sogenannte Lebenssattheit. Alle drei Organisationen stellten auch Hilfe für Paare bereit, die gemeinsam sterben wollten.“  … „Lebenssattheit“, „Wunsch als Paar zu sterben“ … Sprich: Auch gesunde Menschen finden Hilfe für ihr sozialverträgliches Ableben bei derartigen „Hilfsorganisationen“. Von tatsächlich lebensorientierter und qualifizierter psychologischer oder beratender Hilfe kann hier ausdrücklich nicht die Rede sein.

Spätestens, wenn auch gesunden Menschen „Hilfe zur Selbsttötung“ angeboten wird, entlarven sich diese „Hilfsorganisationen“ als unseriöse Angebote. Ebenso zeigen die Psychologen etc., die in dem Zulassungsprozess eingebunden sind, ihre ethisch mehr wie zweifelhaften Ambitionen.

Diese Entwicklung war vorhersehbar. Insbesondere, wenn man auf die Länder achtet, die diese „Sterbehilfe“ schon länger gestatten. Wohin es gehen wird, ist ebenso in diesen Ländern zu beobachten. Wenn man schon Hilfe zum Suizid aus x-beliebigen Gründen gestattet, dann kann man auch „Sterbepillen“ rezeptfrei in Apotheken anbieten. Was soll hier dann noch den wirklichen Unterschied machen? Außer, dass einzelne Personen daraus irgendwie Profit schlagen?

Wollen wir eine solche Entwicklung aus falsch verstandener Humanität und aus einem ausufernden, aber unreflektiertem Toleranzverhalten tatsächlich haben?

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