Psychologie des antireligiösen Affektes

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Univ.-Doz. Dr. Dr. Raphael M. Bonelli aus Wien macht sich in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ als Psychiater, Neurologe und Psychotherapeut Gedanken zu der Frage, woher die zunehmende Religionskritik in der westlichen Welt unserer Zeit kommt. Sein Ansatz kommt aus seinem Hintergrund als Anhänger der Lehren Sigmund Freuds. Daher sucht er eine Antwort auf dem Gebiet des Narzissmus.

Zitat aus „Die Tagespost“:
„Warum genau finden es manche Zeitgenossen so auffallend irritierend, wenn andere glauben? Wieso ist es für sie so schmerzhaft, wenn eine gottesfürchtige Muslimin ein Kopftuch trägt? Was kann so bedrohlich daran sein, wenn bibeltreue Christen dem politisch korrekten Mainstream widersprechen? Warum empört man sich, wenn Menschen das katholische Lehramt für wahr halten und ihr Leben danach ausrichten? …..
Wie läuft der unbewusste Psychomechanismus ab, von der ersten Emotion bis hin zum Mord? Wie tickt die antireligiöse Psyche? …. „Psychologie des antireligiösen Affektes“ weiterlesen

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ERF – nun auch unter den Datensammlern?

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In der Vorosterzeit gibt es wieder das eigentlich ansprechende und spannende Quiz von ERF: „Wo ist O?“ Dieses Spiel wurde schon einmal in Abwechselung mit „Wo ist W?“ in der Vorweihnachtszeit angeboten. Eine sehr gelungene Sache, wie ich finde.
Spannende und knifflige Fragen sind unter Zuhilfenahme von Wikipedia, Youtube  und Suchmaschinen zu lösen – Fragen, die sich irgendwie rund um Ostern (respektive Weihnachten) drehen.

Als ich die Information auf den Seiten vom ERF fand, freute ich mich schon darauf. Ich wurde aber stutzig als ich den Hinweis fand, dass dieser Quiz diesmal nicht auf einer Homepage des ERF zu finden ist, sondern als Anwendung bei der Datenkrake Facebook.

Nun bin ich alles andere als ein Fan von Facebook. Nicht nur, dass mich diese Anwendung als Sozial Community überhaupt nicht überzeugt – da gibt es deutlich bessere. Mich stößt auch ab, dass es einen regelrechten Boom auch unter Christen in Bezug auf die schon mehrfach überführte Datenkrake Facebook gibt. So gut wie jeder zweite Deutsche Internetuser unterliegt dem regelrechten Wahn, er müsse dort zu finden sein und es wirkt so, dass so mancher nicht mehr weiß, dass es im Internet deutlich mehr und besseres als gerade Facebook gibt. Das alles auf Kosten eines halbwegs vernünftigen Umgangs mit den persönlichen Daten. „ERF – nun auch unter den Datensammlern?“ weiterlesen

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Die Moral der Bibeltreuen

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Erbsenzähler
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Der Hessische Rundfunk bringt auf hr2 seit ein paar Wochen eine Serie mit dem Titel: „himmlische Lust“. Sie beschäftigt sich (mehr oder weniger) mit der Frage wie Sexualität im religiös- spirituellen Raum betrachtet wird.
Hier kann man die Serie nachhören.

In der aktuellen Folge beschäftigt sich der Journalist und Baptistenpastor Andreas Malessa mit dem Thema: „Die Moral der Bibeltreuen“ – Sexualmoral unter Evangelikalen Christen.

Beim hören des Beitrags wurde mir nicht klar, welche Stellung der Baptistenpastor Andreas Malessa eigentlich zu seinen Glaubensgeschwistern einnimmt. Steht er nun dazu selbst ein evangelikaler Christ zu sein oder freut er sich gar spitzfindig darüber, diesen eine satirische Standpauke zu halten? „Die Moral der Bibeltreuen“ weiterlesen

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Gewalterfahrung von evangelikalen Kindern

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Schatten eines Kindes
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Eine neue Studie macht die Runde.
Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. über: „Kinder und Jugendliche in Deutschland : Gewalterfahrungen, Integration, Medienkonsum.“
Der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer berichtet nun in Talkshows und Interviews folgendes: (Hier bei Tachles – Talk am roten Tisch)
„Ich kann gut verstehen, wenn Zuschauer sagen, Religion habe mit Gewalt nichts zu tun. Wir haben ein Gegenbeispiel gefunden, das uns sehr erschrocken hat. Innerfamiliäre Gewalt haben wir untersucht, bezogen auf Religiosität. Den schlimmsten Zusammenhang haben wir bei den freikirchlichen Gemeinden Deutschlands gefunden. Je religiöser die Familien sind, desto mehr verprügeln sie ihre Kinder. Wenn wir die vergleichen, die als Freikirchler Religion nur als Lebensdekoration sehen, mit denen, die tiefgläubig sind, fällt auf: Nur 27 Prozent der Kinder aus den tiefgläubigen Familien werden gewaltfrei erzogen. 73 Prozent dieser Kinder werden geschlagen, entgegen der Abschaffung des elterlichen Züchtigungsrechts im Jahr 2000.

Es gibt keine andere Gruppe, auch nicht bei den Muslimen, die so häufig bei der Erziehung zum Schlagen Zuflucht nimmt, wie das bei diesen Evangelikalen der Fall ist.“ „Gewalterfahrung von evangelikalen Kindern“ weiterlesen

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fromme Brandstifter

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Schild-kein Feuer
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Manche Themen behandelt man am besten indem man sie ignoriert, manches lässt sich dann irgendwann nicht mehr ignorieren. Deshalb habe ich bisher in meinem Blog diese schwachsinnige Aktion des Terry Jones zusammen mit seiner Gemeinde in Florida ignoriert. Da diese Aktion nun aber doch droht umgesetzt zu werden, kann ich nicht einfach länger dazu schweigen.

Was liegt an?
Terry Jones, ein amerikanischer Pastor aus Florida hat zusammen mit seiner Gemeinde aufgerufen am kommenden Samstag, den 11.o9. als Protest gegen den Islam öffentlich viele Exemplare des Koran zu verbrennen.

Ein solcher Gedanke ist in meinen Augen absolut intelligenzbefreit. Das hat mit irgendeiner Art berechtigten Protest wirklich nichts zu tun. Des weiteren lehne ich ganz klar solche Akte gegen religiöse Symbole und Werke ab. „fromme Brandstifter“ weiterlesen

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WDR-Sendereihe über Evangelikale

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Über idea wurde ich auf eine Sendereihe des WDR aufmerksam, in der über Evangelikale in Deutschland berichtet wurde.

Die Sendereihe war vom 12. bis 16. April auf dem Sender „Funkhaus Europa“ zu hören und ist hier nocheinmal nachzulesen und nachzuhören.

Evangelikale haben die Sendereihe über ihre Bewegung überwiegend fair bewertet. Berichtet wurde unter anderem über die Arbeit des Missionswerks „Campus für Christus“ in Berlin, eine evangelikale Schule in Detmold und die pfingstkirchlich geprägte Jesus-Haus-Gemeinde in Düsseldorf.

idea: „Der Öffentlichkeitsreferent von „Campus für Christus“, Hauke Burgarth (Gießen), nannte den Bericht über das Werk „erfreulich objektiv“. Die Zitate und Kurzinterviews seien nicht aus dem Zusammenhang gerissen, sondern spiegelten „im Großen und Ganzen“ de Arbeit und Ansichten der Organisation gut wider. „WDR-Sendereihe über Evangelikale“ weiterlesen

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Frontal 21-Bericht „Sterben für Jesus“

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Das Magazin „Frontal 21“ berichtete auf dem ZDF über fragwürdige Missionierungsmethoden in moslemischen Ländern. Sie wiesen darauf hin, dass nicht nur die Art der sogen. „Untergrundmission“ fragwürdig, sondern auch sogar gefährlich für andere christliche Werke in den Ländern ist.

Hier kann der Bericht nochmal angesehen werden und hier das Manuskript (pdf-Datei) geladen werden.

Ich finde diese Sendung, im Vergleich zu manch anderen „Reportagen“ in schlechter Bildzeitungsmanier, recht gut. Das was gezeigt und angemahnt wird halte ich auch für kritikwürdig. Wie schlecht ich manch anderen Beitrag der Medien zu Evangelikalen oder zur Mission Evangelikaler finde, habe ich hier im Blog schon besprochen.

Evangelikale Medien reagierten schon am nächsten Tag mit heftigen Vorwürfen. Von „Hetze gegen Evangelikale“ ist dort die Rede und dass die „Akademie für Weltmission“ rechtliche Schritte wegen der verdeckten Aufnahmen überlegt. „Frontal 21-Bericht „Sterben für Jesus““ weiterlesen

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scharfer Wind gegen Evangelikale

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Wenn man den immer mehr zunehmenden „Journalismus“ gegen Evangelikale in Deutschland glauben will, soll die Welt Angst vor den „gefährlichen“ Evangelikalen haben. Immer häufiger liest, hört und sieht man Reportagen über deutsche Evangelikale, die einen schier staunen lassen. Also zumindest dann, wenn man tatsächlich eine realistische Ahnung davon hat, wer oder was Evangelikale in Wirklichkeit sind.

Extrem und gefährlich seien sie, die Evangelikalen in Deutschland. Die ja angeblich sogar vor Morddrohungen an ihre Kritiker nicht zurückschrecken würden – so zumindest die „Reportage“ des Medienmagazins „Zapp“ vom NDR. (Hier das Video)
Glaubt man diesen „Journalisten“ (was sich Heute aber auch alles ernsthaft „Journalisten“ nennen darf – das sollte uns Sorgen machen), dann schwimmen Evangelikale förmlich in Geld und streben mehr nach starken politischen Einfluss, als ihnen an ihrer Religionsausübung gelegen sei.
Zitat „Zapp“:
Uwe Birnstein, Publizist und Theologe: „Die evangelische Allianz verfügt schon über sehr viel Geld. Das sieht man, wie moderne und gut ausgerüstete Medien das sind (…) diese Gruppe, diese Fundamentalisten, das ist eine Lobbygruppe. Denen geht es vielleicht noch gar nicht so sehr um Glaube, wie um politische Macht. Um politische Macht durchsetzen zu können, braucht man ein großes Heer an Menschen und Einfluss in den Medien, aber auch in der Politik.“ „scharfer Wind gegen Evangelikale“ weiterlesen

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Just think about I

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Denker
© by Charly Lücker

Amoklauf / Proteste in Heinsberg / Neues von Todd Bentley / Bibelwissen unter Christen / Hetze gegen Evangelikale

In dieser Woche brachten mich wieder gewisse Dinge und Vorkommnisse zum Nachdenken. Ok, ich denke eigentlich immer über etwas nach, aber dies beschäftigte mich dann doch länger.

Amoklauf
Klar schockte der Amoklauf in Winnenden die ganze Welt. So manche Diskussion darüber ist verständlich, manche drückt die Hilflosigkeit gegenüber solchen Geschehnissen aus und manche ist einfach überflüssig.

Man versucht zu verstehen, was einen so jungen Mann zu einer solchen Tat veranlasst. Man sucht eine Antwort darauf, wer für sowas Verantwortlich zu machen sei. Wo liegt und wer hat Schuld?
Mir scheint dies alles sehr komplex zu sein. Und Schuld mag hier auf vielen Schultern liegen. Dort wo Menschen im Umfeld evtl. mehr beim Täter hätten bemerken sollen. Dort wo wir alle eine Umwelt schaffen die solche Amokläufe erst zu einer möglichen Option machen. In dem, wie wir mit Waffen umgehen, oder besser mit Gewalt überhaupt. „Just think about I“ weiterlesen

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Buch „Mission Gottesreich“

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„Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland“
Christian Baars und Oda Lambrecht, Verlag Ch.Links

Wie man bereits in einem Interview auf WDR5-Redezeit mit den beiden Autoren des Buchs hören kann, wird dies wohl wieder ein Buch über das geredet, diskutiert und das kritisch hinterfragt wird.

Die Autoren haben einige Zeit unter den Christen evangelikaler Ausrichtung in Deutschland recherchiert. Dabei sind sie auf eine ganze Bandbreite unterschiedlich ausgeprägter Richtungen unter ihnen gestoßen. Von extrem charismatische bis gesetzliche Christen.

Der „humanistische Pressedienst“ kritisiert bereits:
„Die Journalisten Oda Lambrecht und Christian Baars wollen in ihrem Buch „Mission Gottesreich. Fundamentalistische Christen in Deutschland“ über die Auffassungen und das Wirken der Evangelikalen informieren. Leider geschieht dies auf eine etwas unsystematische Art und Weise, werden die Leser doch mit einer Fülle von Beispielen nahezu „erschlagen“, ohne eine ausführlichere Gesamteinschätzung vorzunehmen…
Der Inhalt des Buches beruht auf direkten Recherchen in deren Umfeld, auf Gesprächen mit Repräsentanten der Szene, aber auch mit Aussteigern und Sektenexperten. „Fundamentalismus“ definieren Lambrecht und Baars in ihrem Buch über das Bibelverständnis, wobei die historisch-kritische Interpretation zugunsten einer wortwörtlichen Auslegung abgelehnt werde… „Buch „Mission Gottesreich““ weiterlesen

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