Abendmahl to Go

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© Charly Lücker

Amerika ist ja immer gut für etwas innovativ Neues. So auch in vielen Dingen, die zum Beispiel bei der Durchführung von Gottesdiensten helfen.
Da es in Amerika auch so viele große Gemeinden gibt, wird das Austeilen des Abendmahls recht schwierig. Aber schon naht Hilfe mit dem:

Abenmahl to Go

Kein lästiges einfüllen von Traubensaft in die fingerhutgroßen Plastikkelche mehr, kein unhygienisches befingern der Oblaten beim brechen und verteilen. Beides ist beim „Celebration Cup“ schon praktisch und absolut hygienisch im kleinen Becher verpackt. Einfach aufreißen und beim Gebet zu sich nehmen.

Sie denken ich mache einen Witz?
Nein, das ist Realität. Eine amerikanische Firma hat diese Idee tatsächlich umgesetzt. Hier können sie sich die Website von „The Celebration Cup“ ansehen. Dazu gibt es auch ein Video zu sehen: „Abendmahl to Go“ weiterlesen

Wieder Zeit zu fringsen?

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Hartz IV
© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Nun ist es angekündigt: die Hartz IV-Sätze sollen um ganze 5,- EUR angehoben werden. So hat es Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgeschlagen und so wurde von den Spitzen von Union und FDP zugestimmt.

Weiterhin wird darauf abgezielt dass Arbeitslose vor allem Arbeit aufnehmen sollen. Nur welche Arbeit? De facto gibt es absolut nicht genügend Arbeitsstellen im Vergleich zu den Arbeitssuchenden.

Zur Zeit bejubelten sich die Politiker gegenseitig damit, dass die Arbeitslosenzahlen sinken würden. Nur die Empfänger von Hartz IV-Leistungen sinken nicht entsprechend, weil immer mehr Arbeitnehmer nicht von ihrem Lohn leben können und Aufstockung durch Leistungen von Hartz IV benötigen. Arbeit, die den Arbeiter nicht ernährt ist gesellschaftlich aber eine Lüge, ein Betrug an ehrlich arbeitenden Menschen. Was gibt es da zu jubeln, frage ich mich?

Da erinnere ich mich an Kardinal Frings aus Köln.
Der hat am 31. Dezember 1946 in der Silvesterpredigt (in der St. Engelbert Kirche in Köln-Riehl), angesichts der hohen Not der Menschen und dem harten Winter, folgendes gesagt: „Wieder Zeit zu fringsen?“ weiterlesen

Salafisten in Mönchengladbach

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Angeregt durch die ausführliche Berichterstattung in den regionalen und auch überregionalen Medien (z.B. WZ und RP) wollte ich mir am gestrigen Freitag selbst ein Bild von der Konfrontation zwischen Bürgern von Mönchengladbach und den dort ansässigen Salafiten machen.

Salafisten sind Moslems, die es als Gruppierung im Islam ganz besonders genau nehmen und durchaus unter den Moslems eine Sonderstellung einnehmen. Näheres dazu hier.

Laut Verfassungsschutzaussagen gibt es Zusammenhänge zwischen Salafisten in Deutschland und islamischen Terrorgruppen. Auch wenn die Salafisten immer wieder beteuern, dass sie jegliche Gewalt und Terror ablehnen, bereiten sie extrem gesinnten Menschen den Weg zum gefährlichen Extremismus. Dazu trägt durchaus auch bei, dass Salafisten jegliche Demokratie und alle Staatsformen eigentlich ablehnen, die nicht ihrer Vorstellung eines islamischen Gottesstatt entsprechen. Sie halten sich zwar an die verordneten Gesetze, lehnen viele davon in ihrem Herzen und ihren Lehren aber ab. Sie distanzieren sich ebenfalls von anderen Moslems, die ihrer Meinung nach Kompromisse mit anderen Gesellschaften eingehen. „Salafisten in Mönchengladbach“ weiterlesen

fromme Brandstifter

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Schild-kein Feuer
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Manche Themen behandelt man am besten indem man sie ignoriert, manches lässt sich dann irgendwann nicht mehr ignorieren. Deshalb habe ich bisher in meinem Blog diese schwachsinnige Aktion des Terry Jones zusammen mit seiner Gemeinde in Florida ignoriert. Da diese Aktion nun aber doch droht umgesetzt zu werden, kann ich nicht einfach länger dazu schweigen.

Was liegt an?
Terry Jones, ein amerikanischer Pastor aus Florida hat zusammen mit seiner Gemeinde aufgerufen am kommenden Samstag, den 11.o9. als Protest gegen den Islam öffentlich viele Exemplare des Koran zu verbrennen.

Ein solcher Gedanke ist in meinen Augen absolut intelligenzbefreit. Das hat mit irgendeiner Art berechtigten Protest wirklich nichts zu tun. Des weiteren lehne ich ganz klar solche Akte gegen religiöse Symbole und Werke ab. „fromme Brandstifter“ weiterlesen

Leistungschristentum

Lesezeit: 9 Minuten
© Charly Lücker

„Wir müssen dem Herrn dienen“ ist ein wichtiger Bestandteil christlicher Verkündigung. Wie diese Aufforderung gefüllt wird ist allerdings sehr verschieden.

Jungbekehrt erhält man eine Liste von Verhaltensanweisungen, die einem als heranwachsender Christ nützlich sein sollen. „Regelmäßig in der Bibel zu lesen, zu beten und zu den Versammlungen kommen“ findet man in der Regel darunter. So weit, so gut – daran ist nichts verkehrtes.

So erfuhr auch ich es vor über 30 Jahren, nachdem ich Gott kennengelernt und IHM mein Leben anvertraut habe. Ich erinnere mich noch gut wie es in den ersten Jahren war. Ich besuchte die Veranstaltungen unserer frisch gegründeten Gemeinde und auch immer wieder die Gottesdienste der Muttergemeinde. Welch ein Unterschied fand ich dort vor. Während die Gottesdienste in unserer jungen Gemeinde von Lebenslust und Glaubensfreude geprägt waren, verließ man die Gottesdienste der Muttergemeinde mit der bestimmten Gewissheit ein elender Sünder und undankbarer Gottesknecht zu sein.

Nicht viel später war ich mehr und mehr davon überzeugt, dass man nicht nur erretteter Christ, sondern aktiver Jünger Jesu sein muss. (Ehe hier Missverständnisse auftreten: Auch heute bin ich noch davon überzeugt!) Doch was war der allgemeinen Meinung nach der Unterschied? „Leistungschristentum“ weiterlesen

Was die Welt nicht braucht…

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Nein Danke
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…und Christen sich verkneifen sollten. II
Während die Welt entsetzt auf die Geschehnisse und die Toten der Loveparade nach Duisburg schaut, äußert sich Eva Herman in einem ausführlicheren Kommentar. Dieser Kommentar erregt völlig zurecht reichlich Widerspruch – sowohl aus dem säkularen Sektor als auch von Seiten der Christen.

Zunächst ein klares Statement von mir:
Liebe Mitchristen, wenn ihr nur zu derartigen Kommentaren fähig seid, enthaltet euch besser jeglichen Kommentar. Seid ihr aber zu reflektierteren Kommentaren fähig, dann äußert euch auch bitte! Mein Dank gilt hier insbesondere auch Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, für seinen Kommentar in der Rheinischen Post.
Ich empfinde zudem so manche oberflächliche Zustimmung zu derartigen Artikeln, die einen Hang zum fanatisierten, wenig intelligenten Glauben vermuten lassen, durch andere Christen nur abstoßend.
Da wird argumentiert, Eva Herman hätte doch in vielem Recht. Das werde ich mir hier einmal genauer ansehen. Aber auch wenn sie in manchen Punkten berechtigte Kritik äußert, so zeichnet ihre Art sich auszudrücken nicht die Liebe Gottes wieder, die Gott eindeutig den Betroffenen gegenüber empfindet.

Zu dem was Eva Herman schrieb:
Der Vergleich mit Sodom und Gomorrha direkt im Einstig des Artikels: „Was die Welt nicht braucht…“ weiterlesen

Buchreligion – Offenbarungsreligion

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Bibel
© by Charly Lücker

Der Glaube an den Gott der Bibel ist schon etwas besonderes. So auch in der Frage, worauf dieser Glaube beruht.

Allgemein wird das Christentum zu den sogenannten Buchreligionen gezählt. Das kommt daher, weil dieser Religion eine „heilige Schrift“ zugrunde liegt. Schaut man nach, was dagegen eine Offenbarungsreligion ist, so landet man auch wieder bei fast denselben Religionen. Denn diese Offenbarungen seien ja in diesen „heiligen Schriften“ festgehalten.

Das Ergebnis dieses Verständnisses zeigt sich recht häufig darin, dass es z.B. Vertreter des Christentum gibt, die eine Menge über Theologie und der Bibel wissen. Beschäftigt man sich aber mit ihren Werken und Aussagen merkt man schnell, dass ihnen etwas sehr wichtiges fehlt: sie kennen offensichtlich nicht den Gott, der sich da offenbaren wollte. Dementsprechend stoßen sie auf so manches, was widersprüchlich oder gar unglaubwürdig erscheinen kann.

Ähnliches kann man auch auf anderen Gebieten beobachten. Nehmen wir die Psychologie oder Pädagogik. „Buchreligion – Offenbarungsreligion“ weiterlesen

geschickte Gebete

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Schickt mir keine Gebete oder gute Gedanken
Immer wieder kommt es vor, dass wohlmeinende Christen anderen zusagen, ihnen „ein Gebet“ oder „einen guten Gedanken“ zu schicken. Damit wollen sie Trost und Stärkung leidenden Menschen zusprechen. Keine Ahnung, was diese damit nun eigentlich konkret meinen. Postkarten oder Briefe mit netten Sprüchen oder Gebeten, meinen sie jedenfalls nicht. Wie es nach Nachfrage meinerseits aussieht, wissen die „Abschicker“ oft auch nicht, was sie damit wirklich meinen.

Es ist aber leicht nachvollziehbar, woher solche Vorstellungen kommen. Eben nicht aus dem christlichen Glauben, sondern aus der Mystik und Esoterik. Damit ist die Vorstellung verbunden Menschen könnten anderen Menschen „positive Energien“ per Gedanke oder Gebet zuschicken. Um so verwunderlicher, wenn Christen solche Ansichten pflegen.

Gebet ist keine mystische Kraft und löst auch keine solche aus
Zumindest wenn wir nach der Bibel gehen, hat Gebet an sich keinerlei mystische Kraft. Das Gebet für sich genommen ist hier im biblischen Glauben zunächst Besinnung, Meditation und vor allem anderen: „geschickte Gebete“ weiterlesen

Haltestelle Kreuz

Lesezeit: 5 Minuten
Haltestelle Kreuz
© MiSa / pixelio.de

Pünktlich zu Ostern wird wieder die Diskussion über das Kreuz und den Sühnetod Jesu in den Medien dargestellt. Da werden Standpunkte aus kirchlichen Kreisen – nicht wie zu erwarten wäre aus atheistischen Kreisen – vorgestellt, die zum Beispiel behaupten, in der Bibel wäre nichts vom Sühnetod Jesu zu finden. Oder der Mensch würde durch die Botschaft vom Kreuz darauf reduziert vor allem Sünder zu sein und Gott müsse durch ein Opfer gnädig gestimmt werden, usw.

Solche, die auch noch Wert darauf legen Pastoren oder Theologen genannt zu werden, legen sich ins Zeug den christlichen Glauben abzuschaffen.
Dem würde jetzt natürlich von diesen heftig widersprochen. Das würden sie nicht wollen, nur dieses „grausame Gottesbild“ wollten sie abschaffen…

Und dennoch: wer den Gedanken nicht ertragen kann, dass der Mensch vor Gott ein Sünder ist und Jesus für diesen den Tod am Kreuz auf sich nahm und vom Tode wieder auferstanden ist, schafft den christlichen Glauben ab.
Paulus kannte solche Bemühungen schon und erwiderte: „Haltestelle Kreuz“ weiterlesen

Idealisiertes Vaterbild

Lesezeit: 4 Minuten
Sandskulptur - Vater mit Kinder
© Thomas Max Müller / pixelio.de

Durch einen Artikel in der aktuellen „Psychologie Heute“ habe ich mir Gedanken über ein möglicherweise zu idealisiertes Vaterbild Gottes unter uns Christen gemacht. Der Artikel ist folgendermaßen überschrieben.

Die Idealisierung des Vaters

Der Vater hat für jedes Kind schon früh eine große Bedeutung. Dies zeigt sich oft in einer Tendenz zu seiner Idealisierung. Kinder leben mit dem Vater, selbst wenn dieser real nicht anwesend ist. Auch ein Kind, das allein mit der Mutter aufwächst, hat eine Vorstellung von ihm. Es entwickelt Interesse an dem Mann, der mit der Mutter auf eine geheimnisvolle Art verbunden ist, und macht sich ein Bild von ihm. Kann es dieses nicht an der Realität überprüfen, weil der Vater abwesend ist oder sich entzieht, besteht die Gefahr, dass eine übermäßige Idealisierung die Entwicklung behindert.“

Es geht um die Vorstellungen die Kinder sich vom (anwesend-)abwesenden Vater machen und dessen Auswirkungen in ihrem späteren Leben. Offensichtlich kann das zu Beziehungsproblemen oder zu sozialen Problemen führen – muss es aber nicht. „Idealisiertes Vaterbild“ weiterlesen

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